Hilfe für die Wirtschaft
22.10.2026 BaselbietKanton erarbeitet Massnahmen
vs.
Die Baselbieter Regierung will die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stärken. Dazu hat sie die Umsetzung des Projekts «Standort Baselland» freigegeben, wie sie am Dienstag mitteilte. Im kommenden ...
Kanton erarbeitet Massnahmen
vs.
Die Baselbieter Regierung will die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stärken. Dazu hat sie die Umsetzung des Projekts «Standort Baselland» freigegeben, wie sie am Dienstag mitteilte. Im kommenden Frühling sollen konkrete Massnahmen beschlossen werden. Ziel sei es, Unternehmen finanziell zu entlasten, administrative Hürden abzubauen und die Standortqualität zu verbessern.
Hintergrund seien die wirtschaftlichen Herausforderungen durch die US-Zollpolitik, den Druck auf Medikamentenpreise, die OECD-Mindeststeuer und den starken Franken. Baselland sei aufgrund seiner exportorientierten Wirtschaftsstruktur besonders betroffen von diesen Entwicklungen, schreibt der Regierungsrat um Volkswirtschaftsdirektor Thomi Jourdan (EVP). Ein interdirektionales Team unter Federführung der Standortförderung Baselland erarbeitet deshalb gemeinsam mit der Wirtschaft konkrete Verbesserungen. Geprüft werden steuerliche Entlastungen und tiefere Gebühren für Unternehmen. Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Baselland sollen zudem Behördengänge vereinfacht und stärker digitalisiert werden.
Neuer Cluster in Pratteln?
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Innovationsstandorten. Das bestehende Life-Sciences-Ökosystem in Allschwil soll ausgebaut werden. Rund um den Innovationscampus «uptownBasel» in Arlesheim, wo sich auch die Straumann Group ansiedelt, ist ein neuer Medizinaltechnik-Cluster mit internationaler Ausrichtung geplant. Ein dritter Schwerpunkt soll in Pratteln im Bereich Automatisierung und Feinmechanik entstehen, so die Regierung.
Zudem will sie die Entwicklung von Wirtschaftsarealen beschleunigen. Ein neues Entwicklungsschwerpunktprogramm soll dafür geeignete Gebiete priorisieren, klare Entwicklungsziele festlegen und die Zusammenarbeit zwischen Kanton, Gemeinden und Grundeigentümern verbessern, heisst es in der Mitteilung.
