Frauenvereinsreise nach Neuthal
Gut gelaunt und voller Erwartungen trafen sich 26 Frauen am 4. Juni vor dem Volg in Zunzgen. Die Reise führte zum Museum Neuthal bei Bäretswil im Zürcher Oberland. Im Bus wurden Kaffee und Gipfeli serviert und es entwickelten sich angeregte ...
Frauenvereinsreise nach Neuthal
Gut gelaunt und voller Erwartungen trafen sich 26 Frauen am 4. Juni vor dem Volg in Zunzgen. Die Reise führte zum Museum Neuthal bei Bäretswil im Zürcher Oberland. Im Bus wurden Kaffee und Gipfeli serviert und es entwickelten sich angeregte Gespräche, sodass man gar nicht bemerkte, wie schnell die Fahrt verging.
Im Museum, wo sprichwörtlich Geschichte gesponnen wurde, standen zwei von insgesamt sechs Führungen zur Auswahl: Spinnerei oder Wasserkraft. Bei der Führung durch die Spinnerei erhielten die Teilnehmerinnen interessante Einblicke in die Herstellung von Baumwollgarnen auf historischen Maschinen. Viele Frauen zeigten sich beeindruckt von deren Mechanik und Funktionstüchtigkeit.
Die Spinnmaschinen wurden im 19. und 20. Jahrhundert stetig weiterentwickelt. Verschiedene Prozesse wie Auflösen und Reinigen, Kardieren, Strecken, Vorspinnen, Spinnen und Spulen verdeutlichten, wie aufwendig und präzise die Herstellung von hochwertigem Baumwollgarn war.
Die zweite Führung widmete sich der Wasserkraft, die für den Antrieb der Spinnmaschinen unerlässlich war. Die im 19. Jahrhundert etappenweise ausgebauten Wasserkraftanlagen konnten besichtigt werden. Dabei ging es um Bäche, Weiher und Kanäle, gewaltige Wasserräder sowie um die bis heute noch funktionstüchtigen Girard-Turbinen. Der Führer erklärte die verschiedenen Vorgänge mit Herzblut.
Das Museum hat noch weit mehr zu bieten – ein weiterer Grund, wiederzukommen. Nach rund anderthalb Stunden führte die Reise, passend zum roten Faden, zur «Bleichi» nach Wald, einem ehemaligen Fabrikareal der Weberei Bleiche. Nach einem feinen Mittagessen ging es weiter nach Rapperswil-Jona, der Rosenstadt.
Dort blieb Zeit übrig zum Bummeln, Einkaufen, Geniessen oder für einen Besuch im Rosengarten des Kapuzinerklosters.
Die Rückfahrt bei trübem Wetter verlief ruhig und der Fahrer verstand es, den Faden nicht zu verlieren. So brachte er alle Frauen wohlbehalten und ohne besondere Vorkommnisse nach Zunzgen zurück.
Heidi Strebel, Frauenverein Zunzgen