Ewigkeitschemikalie beschäftigt Stephan Ackermann
vs. Kürzlich wurde bekannt, dass im Frenken- und Ergolztal die Konzentration der Chemikalie TFA deutlich zu hoch ist. Grund dafür sind belastete Abwässer der Chemiefirma Bachem in Bubendorf, die ins ...
Ewigkeitschemikalie beschäftigt Stephan Ackermann
vs. Kürzlich wurde bekannt, dass im Frenken- und Ergolztal die Konzentration der Chemikalie TFA deutlich zu hoch ist. Grund dafür sind belastete Abwässer der Chemiefirma Bachem in Bubendorf, die ins Grundwasser und in die Ergolz gelangen. Der Kanton hat Untersuchungen angeordnet, die im ersten Quartal dieses Jahres wiederholt werden sollen (die «Volksstimme» berichtete).
Dem Landrat und Fraktionschef Stephan Ackermann (Grüne) geht das zu wenig weit. Der Prattler fordert eine klare Strategie und weitergehende Massnahmen zur Reduktion der Pfas-Belastung, zu der auch die Ewigkeitschemikalie TFA gehört. Dies zum Schutz der Bevölkerung, denn Pfas-Chemikalien sind in der Natur nicht abbaubar und in zu hohen Konzentrationen potenziell gesundheitsschädlich.
In einer Interpellation, die er heute im Landrat eingereicht hat, richtet Ackermann Fragen an den Regierungsrat. Unter anderem will er wissen, wie die bereits getroffenen Massnahmen genau aussehen und wie hoch die TFA-Belastung des Trinkwassers ist. Zudem fragt er, welche Auflagen der Firma Bachem gemacht wurden und wer die Kosten einer allfälligen Grundwassersanierung tragen würde.
TFA oder Trifluoressigsäure ist eine Chemikalie, die in der Industrie vielfältig eingesetzt wird. Bachem verwendet sie bei der Herstellung von Medikamenten gegen Krebs oder Diabetes. Nach Bekanntwerden der überhöhten TFA-Konzentration im Grundwasser kündigte die Bubendörfer Firma an, die Entsorgung ihrer mit der Chemikalie belasteten Abwässer zu verbessern.