Sopranistin Chelsea Zurflüh und Pianist Riccardo Bovino begeisterten
Beim Konzert von «Stimmen zu Gast» am Dienstag, 16. Juni, begeisterten die Sopranistin Chelsea Zurflüh und Pianist Riccardo Bovino das Publikum in der Stadtkirche Liestal.
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Sopranistin Chelsea Zurflüh und Pianist Riccardo Bovino begeisterten
Beim Konzert von «Stimmen zu Gast» am Dienstag, 16. Juni, begeisterten die Sopranistin Chelsea Zurflüh und Pianist Riccardo Bovino das Publikum in der Stadtkirche Liestal.
Das anspruchsvolle Programm wurde mit Kompositionen von Richard Strauss (Brentano – Lieder, op. 68) eröffnet. Von Anfang an bewies Zurflüh mit präziser Intonation eine Leichtigkeit der Stimmführung, gekoppelt mit einer perfekten Aussprache. Die hochromantischen Texte von Clemens Brentano gestaltete die Sängerin mit sauberer Diktion und fantasievoller Gestaltung. Dem Publikum wurden die Geschichten der Gedichte anschaulich dargeboten.
Zurflüh konnte ihre Stimme in allen Facetten ausschöpfen: Die Lieder von Richard Strauss, etwa «Amor», erfordern Koloraturen bis in höchste Lagen, ein Pianissimo mit zarten, leisen Klängen sowie als Gegensatz grosse Stimmgewalt in dramatischer Form. Ausserdem benötigen diese Werke eine perfekte Atemtechnik wegen der nicht enden wollenden Melodiebögen. Wer diese Lieder so unbeschwert singen kann wie Zurflüh, dem steht einer hoffnungsvollen Karriere nichts mehr im Weg!
Bovino als versierter und perfekter Liedbegleiter untermalte die Sängerin präzise und differenziert. Der Sängerin wurde vom Pianisten unterstützend ein fester Boden bereitet für ihre Höhenflüge. Überhaupt musizierten die Künstler mit spielerischer Freude. Da entstand eine farbige Gestaltung, ein spannendes Geben und Nehmen der beiden Interpreten, die in den Mahler-Liedern wiederholt zur Wirkung kam: von lustig – enttäuscht bis hin zum tragischen Drama und abschliessend im «Rheinlegendchen», wo eine heiter unbeschwerte und tänzerische Geschichte musizierend erzählt wurde.
Nach der Pause kamen die spanischen Komponisten zur Aufführung. Fernando Obradors und Manuel de Falla, beide kompositorisch in der Spätromantik bis zur Frühmoderne beheimatet, bildeten mit den verschiedenen «Canciones» eine Grundlage für die Interpreten, die mit gestalterischer Freiheit und Klangfarben eine spanische Atmosphäre hinzauberten. Über leiseste Piani zu extrovertierten, opernhaft anmutenden Darstellungen gelang dem Duo ein abwechslungsreiches, spannendes Lied-Programm.
Die Zuhörerinnen und Zuhörer belohnten das erfolgreiche Konzert mit langem Applaus. Als Dank wurden drei Zugaben «gespendet», wobei die Zarzuela von Nieto und Giménez hervorstach: «Me llaman la primorosa» wurde mit Stimmakrobatik von Chelsea Zurflüh dargeboten.
Dieser gelungene und spannende Liederabend bildet für die Konzertreihe «Stimmen zu Gast» einen wunderbaren Saisonabschluss.
Gabriele Hunziker, für die Konzert-