Am Tag der offenen Türe hat die Bevölkerung das neue Gebäude inspiziert
In einem neuen Gebäude nutzen Sanität und Feuerwehr in Liestal gemeinsam eine moderne Infrastruktur, die auf schnelle Einsatzbereitschaft und optimale Abläufe ausgerichtet ist. Die ...
Am Tag der offenen Türe hat die Bevölkerung das neue Gebäude inspiziert
In einem neuen Gebäude nutzen Sanität und Feuerwehr in Liestal gemeinsam eine moderne Infrastruktur, die auf schnelle Einsatzbereitschaft und optimale Abläufe ausgerichtet ist. Die Zentrierung stellt sicher, dass Einsätze rasch und koordiniert ablaufen.
Erika Bachmann
Mit der Einweihung der neuen Rettungswache Altmarkt wurde ein grosser Meilenstein für die Blaulichtorganisationen und die gesamte Bevölkerung gefeiert. Das grosse Publikumsinteresse zeigte, wie wichtig und willkommen dieses neue Kompetenzzentrum ist. Besuchende konnten hinter die Kulissen schauen, sich an Informationsständen ein Bild von den Anforderungen effizienter Rettungsarbeit machen. Die modernen Einsatzfahrzeuge glänzten, die umfangreiche Ausrüstung war ausgestellt, und die Mitarbeitenden gaben freundlich Auskunft.
Von der Machbarkeitsstudie bis zum Spatenstich vergingen nur wenige Jahre: Die Studie lag Ende 2020 vor, 2021 startete die Projektumsetzung, ab 2024 wurde gebaut. Möglich wurde dies auch durch einen Landabtausch in enger Zusammenarbeit mit der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung und der Stadt Liestal. Das Ergebnis kann als Vorbild über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus gelten.
Für den noch amtierenden Kommandanten der Stützpunkt- und Regionalfeuerwehr Liestal, Roger Salathe, sowie für Stefan Kastner als Leiter des Rettungsdienstes und ihre Mitarbeitenden ist das neue Kompetenzzentrum von zentraler Bedeutung. Den Tag der offenen Tür hatte der designierte neue Feuerwehr-Kommandant Andreas Wagner – Amtsübergabe per 1. August – organisatorisch umgesetzt. Der gelungene Anlass ist eine starke Motivation für die künftige Zusammenarbeit.
Die Schichtleitung fungiert als Dirigent im «Einsatz-Orchester»: Sie behält den Überblick über Einsätze, Fahrzeuge und Personal und sorgt auch in hektischen Momenten dafür, dass alles im richtigen Takt bleibt. Feuerwehrleute, die nicht in der Wache präsent sind, werden per Pager, App und SMS alarmiert. Im Aussenbereich wurden echte Übungen vorgeführt. Die Jugendfeuerwehr zeigte dabei, dass es schon in jungen Jahren lohnend ist, Teil dieser einzigartigen Aufgabe zu sein.
Schnell, kompetent und effizient
In den offiziellen Ansprachen zur Eröffnung wurde zurückgeblickt, gedankt und gelobt. Reto Tschudin, aktiver Feuerwehrmann und Landratspräsident, eröffnete den Reigen. Werner Stampfli, Feuerwehr-Obmann des Feuerwehr-Inspektorats, betonte die Relevanz des Projekts und appellierte eindringlich: Neben Themen wie Cybersicherheit gehe es vor allem um die Sicherheit von Menschen – darum, dass alle, die in Not geraten, schnell, kompetent und effizient versorgt werden. Genau das sei das Ziel dieses Kompetenzzentrums.
Oliver Faschian, Leiter Betrieb und Immobilien des KSBL, spannte den historischen Bogen: Vor 100 Jahren konnte man in Not wählen, sich per Pferdewagen für 20 Franken oder per Autovehikel für 40 Franken abholen zu lassen. Heute sind Rettungswagen voll ausgestattete Behandlungsfahrzeuge. Die offizielle Ausbildung zum Rettungssanitäter gibt es erst seit Anfang der 1990er-Jahre; seit dem Jahr 2012 wird am Kantonsspital Liestal ausgebildet.
Mit Verpflegung, Musik und viel Austausch feierten Gross und Klein die neue Errungenschaft. Die Verantwortlichen konnten zufrieden auf die geleistete Arbeit anstossen.