Infokampagne wäre hilfreich gewesen
Zum Artikel «Versammlung fordert Tempo-30-Einführung» in der «Volksstimme» vom 18. Juni, Seite 10
Gegen 200 Personen nahmen an der Gemeindeversammlung in Diegten teil. Das Traktandum 3 ...
Infokampagne wäre hilfreich gewesen
Zum Artikel «Versammlung fordert Tempo-30-Einführung» in der «Volksstimme» vom 18. Juni, Seite 10
Gegen 200 Personen nahmen an der Gemeindeversammlung in Diegten teil. Das Traktandum 3 «Antrag auf Tempo 30 in den Quartierstrassen und Tempo 40 auf der Hauptstrasse» löste sicher diesen Aufmarsch aus. Der Gemeinderat empfahl Ablehnung dieser Anträge. Es wurde des Langen und Breiten erklärt, welche Massnahmen schon ausgeführt worden sind und welche noch ausgeführt werden sollen, die zur Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit im Dorf beitragen. Somit könnte Tempo 30 auf Quartierstrassen auf freiwilliger Basis eingeführt werden.
Für die Massnahme auf der Hauptstrasse wurde auf den Kanton verwiesen, der 2030 – notabene mit zwölf Jahren Verspätung – einen neuen Flüsterbelag auf der Hauptstrasse einbauen will. Tempo 40 habe auf Hauptstrassen noch nie eine Chance gehabt, soll vom Kanton signalisiert worden sein. Es hatte sicher vernünftige und plausible Überlegungen dabei und es ist erfreulich, dass sich die Gemeindebehörde auch Gedanken zu der Verkehrssituation in der Gemeinde macht. Schade ist nur, dass die Themen erst an dieser Versammlung zur Sprache kamen. Eine Infokampagne an die Bevölkerung hätte sicher viel geholfen.
Nach einer regen Diskussion, wo mancher und manche den Kropf leeren konnte, wurde zur kompliziert gestalteten Abstimmung geschritten. Um 23 Uhr dann das späte Ende der Versammlung: Tempo 30 in den Quartierstrassen wurde von der Versammlung beschlossen, Tempo 40 auf der Hauptstrasse abgelehnt.
Peter Oberer, Diegten