Telebasel geht mit «Öises Dorf» auf Entdeckungsreise
Der Lokalsender Telebasel geht morgen mit einem neuen Format auf Sendung. In «Öises Dorf» plaudert Moderator Dani von Wattenwyl mit Einwohnern darüber, was ihr Dorf lebenswert und besonders macht.
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Telebasel geht mit «Öises Dorf» auf Entdeckungsreise
Der Lokalsender Telebasel geht morgen mit einem neuen Format auf Sendung. In «Öises Dorf» plaudert Moderator Dani von Wattenwyl mit Einwohnern darüber, was ihr Dorf lebenswert und besonders macht.
Christian Horisberger
Dani von Wattenwyl sitzt auf einem Campingstuhl vor einem Bus und unterhält sich mit zwei Frauen. Das mit «Öises Dorf» angeschriebene Fahrzeug befindet sich auf dem Gelterkinder Dorfplatz. Die Gesprächspartnerinnen des wortgewandten Telebasel-Moderators sind die frühere Gelterkinder Gemeindepräsidentin Christine Mangold und Theres Fuchs, die stellvertretende Leiterin der Gemeindeverwaltung.
Es ist eine der ersten Szenen eines neuen Formats von Telebasel, das morgen erstmals ausgestrahlt wird. Die gut 20-minütige Sendung «Öises Dorf» stellt Baselbieter Dörfer vor, spricht mit Menschen, die dort leben und wirken, erzählt Geschichten über das lokale Gewerbe und lässt Schulkinder erklären, was ihnen an ihrem Wohnort passt und was nicht.
Spontane Baselbieter
Die Idee stammt von Dani von Wattenwyl, aufgewachsen in Biel-Benken, wie er betont. In «Öises Dorf» gehe es darum, das schöne Baselbiet zu zeigen. Im Vergleich mit den Stadtbaslern seien die Baselbieter offener und spontaner. Dies mache er sich zunutze. Er gehe auf die Leute zu, fühle dem Dorf den Puls und gehe seiner DNA auf den Grund: «Das Format ist ehrlich und direkt, es legt die Seele der Menschen offen.» Und jedes Dorf habe seine eigene Seele: Bereits im Nachbarort könne ein ganz anderer Geist herrschen. Die Vielfalt des Baselbiets und seiner Menschen komme in der Reihe deutlich zum Ausdruck, so von Wattenwyl.
Die erste Staffel ist fast abgedreht. Sie umfasst Gelterkinden, Schönenbuch, Oltingen, Ormalingen, Bretzwil, Bubendorf, Biel-Benken, Lampenberg, Laufen und Füllinsdorf. Ausgestrahlt werden die Sendungen in dieser Reihenfolge freitags jeweils um 18.30 Uhr.
«Öises Dorf» beginnt jeweils mit einem Talk im Ortszentrum, dann besucht der Moderator Menschen mit besonderen Geschichten oder Leidenschaften. In Gelterkinden handelt es sich dabei unter anderem um Christine Moser, die Tochter des ehemaligen Rahmtäfeli-Fabrikanten Willy Weber, oder alt Gemeinderat Remo Bossert, der eine Sammlung von «Maloya»-Erinnerungsstücken besitzt. Auch Bobfahrer Dominik Hufschmit, der beim Holzbauunternehmen GGS arbeitet, ist zu sehen.
Mit Letzterem schlägt von Wattenwyl zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn neben den Menschen, die ein Dorf prägen, will er auch das lokale Gewerbe vorstellen: «Das Baselbiet verfügt über eine grosse Zahl an KMU-Betrieben, viele mit einer Wahnsinns-Reputation.» Diese gingen aus der städtischen Perspektive vor lauter Novartis oder Roche oft vergessen.
In der Stadt zu viel Bling-Bling
Begeistert ist von Wattenwyl von der Unterstützung bei den Dreharbeiten: Er habe sich jeweils mit der Gemeinde in Verbindung gesetzt und das Konzept der Sendung beschrieben. Meist seien ihm gleich mehrere interessante Gesprächspartner empfohlen worden.
Die letzte Sequenz der Sendung gehört jeweils der Jugend. Schülerinnen und Schüler erzählen, was ihnen an ihrem Dorf gefällt und was weniger. Eine Antwort wird Dani von Wattenwyl wohl nie vergessen: Ein Siebenjähriger habe auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, einmal in die Stadt zu ziehen geantwortet: «Nein. Dort ist mir zu viel Bling-Bling.»