Gelingt Jourdan der grosse Wurf?
07.05.2026 BaselbietAbsichtserklärungen für Gesundheitsstrategie unterzeichnet
gfe. Im Rahmen des im November 2024 lancierten Rahmenkonzepts «Gesundheit BL 2030» brachte Gesundheitsdirektor Thomi Jourdan (EVP) Vertretende von Spitälern, Hausärzten, Apotheken, ...
Absichtserklärungen für Gesundheitsstrategie unterzeichnet
gfe. Im Rahmen des im November 2024 lancierten Rahmenkonzepts «Gesundheit BL 2030» brachte Gesundheitsdirektor Thomi Jourdan (EVP) Vertretende von Spitälern, Hausärzten, Apotheken, Telemedizin und Krankenversicherern zusammen. Als Ziel verfolgen sie ein integriertes Versorgungsmodell.
Das wichtigste Zeichen der Medienkonferenz am Mittwochvormittag in Liestal setzte Jourdan mit der Anwesenheit von sieben Personen aus mehreren Bereichen der Gesundheitsversorgung. Das Signal war unmissverständlich: Wir ziehen an einem Strang, um die Gesundheitsversorgung im Baselbiet qualitativ und wirtschaftlich zu verbessern. Davon profitieren sollen die Leistungserbringer, die Versicherer, die Patienten und die Bevölkerung mit tieferen Krankenkassenprämien als heute.
Teil des in Absichtserklärungen unterzeichneten «Versorgungsmodells BL» sind sieben Krankenversicherer, die knapp 64 Prozent der Baselbieter Bevölkerung abdecken, das Kantonsspital Baselland (KSBL), die Klinik Arlesheim, der Hausarztverband Medix Nordwest, die Medizinische Notrufzentrale (MNZ), die Ärztegesellschaft Baselland, der Basellandschaftliche Apothekerverband und das Telemedizinunternehmen Medgate.
Verbesserte Koordination
Mit den Absichtserklärungen wurde ein bedeutender Zwischenschritt im eingeschlagenen Weg vom Rahmenkonzept zur Umsetzung des Modells einer integrierten Versorgung erzielt. In den kommenden Monaten sollen die vertraglichen und operativen Grundlagen für eine erste Pilotphase erarbeitet werden. Mehrfach wurde betont, dass eine solche Zusammenarbeit über die einzelnen Organisationen hinaus schweizweit ein Novum ist.
Medgate beispielsweise soll als Telemedizin-Anbieter stärker eingebunden werden. Patienten erhalten so auch ausserhalb der Praxiszeiten Beratung. Über «OpenHealth BL» wird der Hausarzt anschliessend über Werte und Medikation informiert. Ziel sind kürzere Wege und tiefere Kosten.
Die Plattform basiert laut Medix Nordwest auf bestehenden Softwarelösungen und ist nicht mit dem elektronischen Patientendossier vergleichbar. Im Statusbericht zum «Versorgungsmodell BL» wurden 20 Massnahmen definiert, darunter auch eine Dialogplattform für den Austausch der beteiligten Organisationen.
