Preise steigen entgegen dem kantonalen Trend
Im Bezirk Waldenburg ist Wohnbauland im vergangenen Jahr teurer geworden. Oberdorf verzeichnete gar neue Höchstwerte. Damit entwickelt sich das Tal entgegen dem kantonalen Trend zu sinkenden Baulandpreisen.
André ...
Preise steigen entgegen dem kantonalen Trend
Im Bezirk Waldenburg ist Wohnbauland im vergangenen Jahr teurer geworden. Oberdorf verzeichnete gar neue Höchstwerte. Damit entwickelt sich das Tal entgegen dem kantonalen Trend zu sinkenden Baulandpreisen.
André Frauchiger
Im Kanton Baselland stieg zwar der Umsatz aller verkauften Grundstücke um 17 Prozent auf 3,6 Milliarden Franken. Gleichzeitig sank aber der kantonale Durchschnittspreis für Wohnbauland um 5 Prozent auf 1430 Franken pro Quadratmeter. Besonders im Bezirk Arlesheim seien die Preise «spürbar zurückgegangen», betont das Amt für Daten und Statistik in einem dieser Tage publizierten Bulletin. Im Bezirk Arlesheim sanken die Preise im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent auf 2121 Franken pro Quadratmeter.
Dieser Rückgang gilt aber nicht für den Bezirk Waldenburg. Dort betrug im Jahr 2025 der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Bauland 620 Franken – gegenüber 530 Franken im Vorjahr. «Die Zunahme um 90 Franken respektive 16,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die Gemeinde Oberdorf zurückzuführen», erklärt Siegfried Heinzl, Fachbereichsleiter Boden, Steuern und Wirtschaft vom Amt für Daten und Statistik auf Anfrage.
In Oberdorf habe sich der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 508 Franken im Jahr 2024 auf 732 Franken im Jahr 2025 erhöht. Siegfried Heinzl: «Zudem wurden in Oberdorf zwei neue Höchstwerte von 752 Franken beziehungsweise 700 Franken registriert.» Die vom Oberdörfer Gemeindepräsidenten Piero Grumelli bereits vor Monaten gegenüber der «Volksstimme» geäusserte Hoffnung, die Verbesserung der Infrastrukturen wie die Erneuerung der Waldenburgerbahn machen die Gemeinden im Waldenburgertal, insbesondere auch Oberdorf, für Firmen und Zuzugswillige attraktiver, scheint sich nun zumindest ansatzweise zu erfüllen. Denn steigende Preise für Wohnbauland zeugen tendenziell von einer höheren Nachfrage.
Zwei Gemeinden beliebt
In der Gemeinde Hölstein lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnbauland im Jahr 2025 mit 713 Franken zwar um rund 10 Prozent unter dem Vorjahreswert, war aber immer noch deutlich über dem Bezirksdurchschnitt von 620 Franken. Gleichzeitig wurde gegenüber dem Vorjahr in der Gemeinde Hölstein «rund die doppelte Fläche veräussert», wie Heinzl betont.
Die beiden Gemeinden Oberdorf und Hölstein seien mit durchschnittlichen Quadratmeterpreisen für Wohnbauland von jeweils mehr als 700 Franken «zusammen für rund die Hälfte des Bezirksdurchschnitts verantwortlich». Und: Der Vergleich der verkauften unbebauten Grundstücke im Bezirk Waldenburg zeige einen Anstieg von 600 Franken (2024) auf 670 Franken (2025).
Dazu Siegfried Heinzl: «Dies deutet darauf hin, dass sich das Preisniveau im Bezirk Waldenburg insgesamt erhöht hat und die höheren durchschnittlichen Quadratmeterpreise im Jahr 2025 nicht ausschliesslich durch einzelne hochpreisige Verkäufe beeinflusst wurden.» Es handelt sich somit um eine generelle Tendenz zu höheren Preisen bei Wohnbauland.