FC Basel und seine traurige Bilanz – wie weiter?
Ich kann es drehen, wie ich will, es bleibt eine verkorkste Saison mit einem erbärmlich schwachen Auftritt in Lugano. Gründe dafür sind meiner Beobachtung nach einige Spieler, denen es an ...
FC Basel und seine traurige Bilanz – wie weiter?
Ich kann es drehen, wie ich will, es bleibt eine verkorkste Saison mit einem erbärmlich schwachen Auftritt in Lugano. Gründe dafür sind meiner Beobachtung nach einige Spieler, denen es an professioneller Einstellung fehlt und die das fussballerische Können für die Ansprüche des FCB nicht mitbringen, sowie eine katastrophale Personalpolitik, die sich wohl weiter in dieser Form entwickelt, weil die Kompetenzen im Staff nicht ausreichend vorhanden sind.
Als beruhigendes Momentum kann die finanzielle Lage herangezogen werden; diese Basis dient als Hoffnungsschimmer, mehr aber nicht! Personalpolitisch wurden seit Jahren mehrfach eklatante Fehler begangen, auch wenn die eine oder andere Verpflichtung durchaus Sinn ergeben hat. Insgesamt fehlt es an einem klaren Konzept und an Führungseigenschaften, die das Erkennen der Mentalität eines Spielers und die Beurteilung dessen fussballerischen Potenzials beinhalten.
Bei der Besetzung des Trainerpostens sind nach einigen Jahren der unerklärbaren und höchst unschönen Abgänge keine Experimente sinnvoll, denn sie erinnern eher an eine Verzweiflungsaktion. Fischer, einem beim FCB in Ungnade gefallenen Trainer, ist es beispielsweise gelungen, Mainz 05 vor dem Abstieg zu bewahren und sogar auf internationalem Parkett ansehnliche Leistungen zu erbringen! Nur ein Bei- spiel, das zeigt, was möglich ist, wenn die obere Führungsebene über menschliche und fachbezogene Rekrutierungskompetenz verfügt. Hopp FCB!
Rolf Senn-Gasser, Liestal