«Nicht über Besucherschwund wundern»
Zum Artikel «Der Sommermarkt gehört zum Dorf» in der «Volksstimme» vom 21. März, Seite 2
Gestern war ich wieder einmal bei euch am Frühlingsmarkt. Viele Leute hatte es ja ...
«Nicht über Besucherschwund wundern»
Zum Artikel «Der Sommermarkt gehört zum Dorf» in der «Volksstimme» vom 21. März, Seite 2
Gestern war ich wieder einmal bei euch am Frühlingsmarkt. Viele Leute hatte es ja trotz schönem Wetter nicht. Nachdem ich einige Bekannte, die ich per Zufall (anders ist es ja nicht mehr möglich) angetroffen hatte, gefragt habe, was sie vom Markt halten, war die Antwort immer dieselbe: Der Markt in Sissach hat sein Gesicht verloren.
Es ist nicht mehr wie früher. Da konnte man zwischen den Marktständen flanieren und hat niemanden verpasst. Man ging an den Markt, um Leute zu treffen, die man meistens nur am Markt gesehen hat. Aber wenn einer auf der rechten Seite runter läuft und der andere auf der linken Seite hinauf läuft, sieht man sich den ganzen Tag nicht. Ich weiss auch nicht, wer auf die Idee gekommen ist, die Marktstände Rücken an Rücken aufzustellen. Das habe ich auf der ganzen Welt noch nicht gesehen.
Der Markt sollte eine Begegnungszone sein! Ich denke, dass da die Ladenbesitzer Druck gemacht haben, weil sie Angst haben, zu wenig zu verdienen während dem Markt. Meiner Meinung nach muss man sich in Sissach nicht über einen Besucherschwund am Markt wundern, wenn man die Marktstände falsch herum aufstellt!
Kurt Odermatt, Thürnen