Wer an einem Banntag teilnimmt, erlebt echte Baselbieter Kultur: Hier die Schützen, die mit ihren Vorderladern die Rotten akustisch begleiten. Da die von den Männern getragenen, blumengeschmückten Hüte. Zur gelebten Tradition gehört auch die Verpflegung: Nach rund der ...
Wer an einem Banntag teilnimmt, erlebt echte Baselbieter Kultur: Hier die Schützen, die mit ihren Vorderladern die Rotten akustisch begleiten. Da die von den Männern getragenen, blumengeschmückten Hüte. Zur gelebten Tradition gehört auch die Verpflegung: Nach rund der Hälfte des Marsches stärken sich die Teilnehmenden beim obligaten «Znünihalt». Auch beim Banntag in Wenslingen durfte dieser Imbiss nicht fehlen. Für die offerierten Sandwichs mit Käse, Schinken und Salami legte sich die Bürgergemeinde mächtig ins Zeug – oder besser gesagt die Hofbäckerei Rosenau in Rickenbach. Diese heizte in der Nacht auf Donnerstag den Ofen ein und produzierte 400 Brötchen, die wenige Stunden später ihren Weg in die Bäuche der Wenslingerinnen und Wenslinger fanden.
Den ganz grossen Hunger stillten die beiden Rotten schliesslich beim Mattenhof und nicht wie üblich bei der Waldhütte. Wegen der unsicheren Prognose kam das Schlechtwetter-Programm zum Zug, das sich spätestens beim ersten Regenguss als richtiger Entscheid erwies. Aufgrund des nasskalten Wetters hielt sich das Interesse am Wenslinger Banntag für einmal in Grenzen: Statt der erwarteten 400 Teilnehmenden machten sich kurz nach Mittag nur rund 300 Menschen auf, die Grenzsteine rund um Wenslingen zu kontrollieren. Jene, die mitliefen, kamen aber auf ihre Kosten – und das nicht nur wegen des frischen «Znünis».
Pascal Kamber