Freiwillige bringen Bike-Trail in Schuss
16.10.2026 Böckten, SissachUnterhaltsarbeiten sollen Sicherheit gewährleisten
Auf dem «Endless Trail» zwischen Sissach und Böckten wird derzeit kräftig angepackt. 10 bis 15 Freiwillige sorgen dafür, dass die Strecke auch künftig sicher befahrbar bleibt. Die Arbeiten kosten ...
Unterhaltsarbeiten sollen Sicherheit gewährleisten
Auf dem «Endless Trail» zwischen Sissach und Böckten wird derzeit kräftig angepackt. 10 bis 15 Freiwillige sorgen dafür, dass die Strecke auch künftig sicher befahrbar bleibt. Die Arbeiten kosten voraussichtlich 9000 Franken und sollen bald abgeschlossen werden.
Sander van Riemsdijk
Mountainbiken wird – besonders seit der Corona-Zeit – immer populärer. Unterdessen ist von einem regelrechten Trendsport die Rede. Es ist unter anderem die Verbindung aus körperlicher Betätigung und Naturerlebnis, welche die Sportart unabhängig vom Alter so beliebt macht. Damit die Sicherheit im Wald gewährleistet ist, müssen die Bike-Trails in der Region sachgemäss unterhalten werden. Die Kontrolle der Anlagen übernehmen lokale Verantwortliche des Vereins Trailnet. Sie erfassen Schäden an der Fahrfläche, der Entwässerung, den Hindernissen und der Signalisation und überprüfen mögliche Gefahrenstellen.
Diese Woche und noch bis morgen Samstag führt «Trailnet Nordwestschweiz» Unterhaltsarbeiten an seinem 2017 eröffneten, 3 Kilometer langen Bike-Trail beim Waldspielplatz Tännligarten in Sissach aus. Der «Endless Trail», eine Kombination aus Downhill- und Uphill-Elementen mit neun Sektionen, verläuft auf einer Länge von 1800 Metern abwechslungsreich durch die Gemeinden Sissach und Böckten und überwindet bei der Abfahrt 260 Höhenmeter.
Während der Unterhaltsarbeiten ist der Abschnitt «Playground and Half Metal Trail» gesperrt, während die übrigen Abschnitte befahrbar sind. «Der Unterhalt des Trails kann mit einfachen Werkzeugen, wie Schaufeln, Pickeln und Rechen ausgeführt werden», sagt Samuel Brütsch, seit 2025 mit einem 30-Prozent-Pensum Geschäftsführer von Trailnet Nordwestschweiz und Koordinator bei lokalen Bauprojekten.
«Bei grösseren Arbeiten kommen je nach Abschnitt kleine Raupenbagger, Raupendumper und Verdichtungsgeräte zum Einsatz.» Beim Unterhalt im Playground wird die Mergelschicht ersetzt und der Trail wieder auf die ursprüngliche Breite aufgeschüttet. Insgesamt helfen etwa 10 bis 15 Freiwillige mit. «Für grössere oder technisch anspruchsvolle Arbeiten ziehen wir professionelle Trailbauer hinzu. Diese Hilfe ist für uns sehr wertvoll», führt Brütsch aus.
Dürre als Problem
Ein zentraler Punkt beim Unterhalt ist die Entwässerung. Das Wasser soll seitlich abfliessen können. Ebenso wichtig sind stabile Kurven und Sprünge, übersichtliche Kreuzungen und eine intakte Signalisation. Die Trockenheit in diesem Sommer hat dem Trail zugesetzt und besonders grosse Schäden verursacht. Da Unterhaltsarbeiten nur ausserhalb der Brut- und Setzzeit von Tieren und gleichzeitig bei einigermassen trockenen Verhältnissen durchgeführt werden können, müssen grössere Arbeiten jeweils im Herbst oder Frühjahr stattfinden, erklärt Brütsch.
Ziel der Unterhaltsarbeiten ist eine Strecke, die gut befahrbar bleibt und künftig weniger Reparaturen benötigt. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich 9000 Franken. Der Unterhalt der Anlagen wird grundsätzlich über Mitgliedschaften beziehungsweise den «Seasonpass», Sponsoren und Spenden sowie die Unterstützung durch den Swisslos-Sportfonds finanziert.
Mit der steigenden Popularität des Mountainbike-Sports wird der Wald stärker genutzt. Dies kann vermehrt zu Spannungen mit den Waldbesitzern führen. Im Fall des Sissacher Trails ist dies die Bürgergemeinde Sissach. Dazu Brütsch: «Im Wald treffen unterschiedliche Interessen aufeinander. Da gibt es selbstverständlich auch Fragen und unterschiedliche Vorstellungen.» Der Verein will ein verlässlicher Partner sein und gemeinsam tragfähige Lösungen finden. Brütsch schätzt in Sissach die «gute Zusammenarbeit» mit der Bürgergemeinde und der Jagd.
Eine attraktive Bike-Infrastruktur biete Fahrspass und passe zum Können ihrer Nutzerinnen und Nutzer, erklärt Brütsch weiter: «Beim Biken kommt es vor allem auf ein funktionierendes Fahrrad, passende Schutzausrüstung und eine gute Selbsteinschätzung an.» Genauso wichtig sei die Rücksichtnahme gegenüber Tieren und Spaziergängern. «Wichtig ist, auf den Wegen zu bleiben, Sperrungen zu beachten, Tiere und Pflanzen zu respektieren und Wandernden den Vortritt zu lassen.» Der Geschäftsführer von Trailnet Nordwestschweiz rechnet damit, die Arbeiten pünktlich abschliessen zu können. Dies hängt jedoch auch vom Wetter und den Bodenverhältnissen am Wochenende ab.

