Nationalrat gegen Geschlechterquote
Noch vor einigen Monaten hat das Bundesamt für Sport (Baspo) bekannt gegeben, dass alle Sportvereine, die Jugendgelder beziehen, in ihren Statuten eine geschlechterbezogene Quotenregelung und auch noch eine ...
Nationalrat gegen Geschlechterquote
Noch vor einigen Monaten hat das Bundesamt für Sport (Baspo) bekannt gegeben, dass alle Sportvereine, die Jugendgelder beziehen, in ihren Statuten eine geschlechterbezogene Quotenregelung und auch noch eine Amtszeitbeschränkung festzuschreiben haben. Andernfalls würden die Fördergelder J+S gestrichen! Nun, der Entscheid des Nationalrats, dem Diktat des Baspo eine Abfuhr zu erteilen, ist ein Sieg für unsere Sportvereine.
Wie konnte man auf die Idee kommen, Vereinen, die hervorragende Jugendarbeit und Integration leisten, mit dem Entzug von J+S-Geldern zu drohen, nur weil sie statutarisch keine Quoten und Amtszeitbeschränkungen einführen wollten? Es ist doch sehr erfreulich: Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen die vielseitigen Vereinsangebote. Dass deshalb für Sparmassnahmen die Jugendlichen herhalten mussten, war an Absurdität nicht mehr zu übertreffen. Das Herzensprojekt der abgetretenen Sportministerin Amherd ist nun vom Tisch. Denn es hätte die Vereine, die ohnehin am Limit arbeiten, völlig überfordert. Sport und Kultur mit Integration funktioniert durch freiwillige Vereinsführungskräfte und darf nicht durch staatlichen Zwang verdrängt werden.
Ein Dankeschön an den Nationalrat, dass er hier einmal die Notbremse für Sport und Kultur gezogen hat. Freude herrscht. Ein Dankeschön an alle freiwilligen Vereinsführungskräfte für die grossartigen Leistungen für unsere Gesellschaft!
Stefan Saladin-Bochin, Lupsingen