Der Umzug nach dem Umzug
Der Fackel- und Laternenumzug hat sich vom Geheimtipp zum viel beachteten Bestandteil der Sissacher Fasnacht gemausert. Die bis in den späten Abend freundlichen Temperaturen sorgten am Sonntagabend dafür, dass die Begegnungszone abschnittweise noch ...
Der Umzug nach dem Umzug
Der Fackel- und Laternenumzug hat sich vom Geheimtipp zum viel beachteten Bestandteil der Sissacher Fasnacht gemausert. Die bis in den späten Abend freundlichen Temperaturen sorgten am Sonntagabend dafür, dass die Begegnungszone abschnittweise noch gestossen voll war, als die Lichter im Dorf erloschen und die Flammen der Chienbäsen, Fackeln und Feuerwagen Sissach erhellte. In den Umzug reihten sich neben den Hauptakteurinnen und -akteuren und den traditionellen Pfeifern und Tambouren in jüngerer Vergangenheit auch Guggen ein, manche von ihnen mit Lichteffekten an Instrumenten und Kostümen.
Das Herzstück aber bleibt das Feuer, dem viele der Aktiven, einmal dabei, nicht so schnell den Rücken kehren. Zu den langjährigen Chienbäseträgerinnen und -trägern gehören unter anderen Ständerätin Maya Graf oder Stefan Zemp. Vor etwa 50 Jahren habe er das erste Mal einen Besen getragen und erst zweimal gefehlt, sagte Ofenbauer Zemp kurz vor dem Abmarsch.
Edi di Lello kann die Chienbäse-Umzüge, an denen er mitwirkte, kaum noch zählen. Lange Zeit habe er einen Besen getragen, seit sein Rücken nicht mehr will, sorgt er mit dem Handbesen dafür, dass sich herabgefallene Glut nicht durch die Jutekutten der Träger frisst. Fritz Bösiger, einen nach Diepflingen ausgewanderten Sissacher, hat es vor fünf oder sechs Jahren erwischt: «Ein Instrument spiele ich nicht, deshalb trage ich so dazu bei, eine Fasnachtstradition zu erhalten.»
Pyro Man