Gottesdienst zum Valentinstag
vs. Liebe, geliebt werden, Wertschätzung erfahren – wer kennt diese Bedürfnisse nicht? Die Bibel gibt diesen Bedürfnissen einen vielfältigen Raum. Einen viel grösseren, als es die Kirchen jahrhundertelang ...
Gottesdienst zum Valentinstag
vs. Liebe, geliebt werden, Wertschätzung erfahren – wer kennt diese Bedürfnisse nicht? Die Bibel gibt diesen Bedürfnissen einen vielfältigen Raum. Einen viel grösseren, als es die Kirchen jahrhundertelang wahrhaben wollten und zum Teil noch immer wollen.
«Liebe» bedeutet «lieben», «liebenswert finden», «begehren», «hängen an», «Gefallen haben an», «erkennen». Liebe gibt es zwischen Menschen, die eine erotische, hetero- und gleichgeschlechtliche romantische und freundschaftliche Beziehung führen. Liebe beschreibt die Zuneigung von Eltern zu ihren Kindern und umgekehrt, aber auch die Liebe zu Gott und jener Gottes zu den Menschen. «Liebe» ist Verliebtsein, ist Wertschätzung und ist Nächstenliebe, sie ist partnerschaftlich, sie ist gegenseitig und sie ist bedingungslos. Kurz: Sie überwindet Grenzen und gestaltet Verbundenheit. Darum vermag sie Hierarchien zu durchbrechen, erstarrte Dogmen aufzuweichen, zu Neuanfängen ermutigen und Versöhnungswunder möglich zu machen.
Liebe ist Gabe und Aufgabe zugleich. Sie ist mächtig und kann Menschen den Kopf verdrehen, wie an König David sichtbar wird. Gerade darin sprechen die biblischen Geschichten eine deutlich männerkritische Sprache! Liebe impliziert Verantwortung, und Antworten ist freies Entscheiden. Schade also, wenn Liebe nur auf schöne Gefühle reduziert würde. Apostel Paulus nennt sie die grösste aller Tugenden und er hatte damit recht. Aber er kann auch über sie staunen.
Staunen können übermorgen Sonntag auch alle Besuchenden des Gottesdienstes zum Valentinstag in der Kirche Tenniken. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen– und dies völlig unabhängig von der Art der Liebe, die ihnen gerade besonders wichtig ist.
Gottesdienst zum Valentinstag, Sonntag, 8. Februar, 10 Uhr, Kirche Tenniken.