Mehr als 90 Erschütterungen Anfang Monat
vs. Seit Anfang April ist zwischen Sissach und Olten ein Erdbebenschwarm aktiv. Bislang wurden mehr als 90 meist sehr schwache Erschütterungen lokalisiert. Dies meldete die «BaZ» mit Bezug auf den ...
Mehr als 90 Erschütterungen Anfang Monat
vs. Seit Anfang April ist zwischen Sissach und Olten ein Erdbebenschwarm aktiv. Bislang wurden mehr als 90 meist sehr schwache Erschütterungen lokalisiert. Dies meldete die «BaZ» mit Bezug auf den Schweizerischen Erdbebendienst der ETH Zürich. Die Beben ereigneten sich in einer Tiefe von 7 bis 8 Kilometern. Das Epizentrum der Beben befindet sich laut einer Grafik auf der Website des Erdbebendienstes zwei Kilometer nördlich des Wisenbergs an der Grenze der Gemeinden Rünenberg, Kilchberg und Zeglingen im Gebiet Hofstette und Dürrehübel.
Das bisher stärkste Ereignis mit einer Magnitude von 2,5 habe sich am 17. April ereignet. Dieses sowie einige weitere Beben mit Stärken von mehr als 2 wurden von der lokalen Bevölkerung weiträumig verspürt. Die aktuelle Sequenz setzte laut einer Mitteilung des Erdbebendienstes bereits zu Beginn des Monats ein, flaute dann jedoch für rund zwei Wochen ab. Seit der Nacht vom 15. auf den 16. April sei wieder eine erhöhte seismische Aktivität zu beobachten. Das bislang letzte Beben ereignete sich vorgestern Dienstag. Es hatte eine Stärke von 1,7.
Erdbebenaktivitäten in der Region sind gemäss Erdbebendienst nicht ungewöhnlich. Bereits in den 1980er- und 1990er-Jahren sowie 2014 und 2017 seien ähnliche seismische Sequenzen registriert worden, die über mehrere Wochen andauerten und wieder abklangen. Nur wenige Ereignisse hätten dabei eine Magnitude von mehr als 2 erreicht, während die grosse Mehrheit der Beben sehr schwach blieb und von der Bevölkerung nicht wahrgenommen wurde.
Wie eine Seismologin der ETH gegenüber dem «Regionaljournal» von SRF 1 erklärte, sei nicht davon auszugehen, dass dem Erdbebenschwarm ein grösseres Ereignis folgt. Bei solchen Schwärmen bleibe es typischerweise bei den kleinen Beben.