Feuerwehrinspektor Werner Stampfli ehrenvoll verabschiedet
Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung hat den langjährigen Feuerwehrinspektor Werner Stampfli mit einer Gala verabschiedet und dessen Nachfolger Daniel Weisskopf befördert.
Christian ...
Feuerwehrinspektor Werner Stampfli ehrenvoll verabschiedet
Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung hat den langjährigen Feuerwehrinspektor Werner Stampfli mit einer Gala verabschiedet und dessen Nachfolger Daniel Weisskopf befördert.
Christian Horisberger
In der Liestaler Rettungswache waren freitagnachmittags vor lauter Uniformen die Tanklöschfahrzeuge und Rettungswagen kaum noch zu sehen. Tatsächlich wurde die Fahrzeughalle zu Ehren des Ende Jahr aus dem Amt scheidenden Feuerwehrinspektors Werner Stampfli geräumt und zu einem Festsaal mit Bühne umfunktioniert.
Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung (BGV) und die Kantone Basel-Stadt und Baselland würdigten den abtretenden Leiter des Feuerwehrinspektorats beider Basel im Rang eines Obersten mit einer Gala. Auf Wunsch Stampflis standen neben zahlreichen Kantonsvertretern aus dem Bereich Rettung und Sicherheit alle Kommandanten der Feuerwehrorganisationen in den beiden Basel sowie alle Instruktoren auf der Gästeliste.
Manche der Feuerwehrkader, die Oberst Stampfli bei einem grösseren Einsatz, einer Weiterbildung, einer Strategiesitzung oder privat kennengelernt oder erlebt hatten, nickten wissend, als dieser auf der Bühne aus dem Nähkästchen plauderte. So verriet er im Gespräch mit SRF-Moderatorin Annette Fetscherin, dass er dazu neige, Menschen mit seinen Ideen zu überrennen und dass es öfter vorgekommen sei, dass er «einfach einmal gemacht und dann geschaut» habe. Dafür habe er dann auch bei seinem Chef, lange Zeit Bernhard Fröhlich, antraben müssen. Als einen Höhepunkt seines 20-jährigen Wirkens nannte Stampfli die Zusammenlegung der Ausbildung der Feuerwehrleute in den beiden Basel.
Stolzer Oberbaselbieter
Die Feier eröffnet hatte Simon Hürlimann, seit März dieses Jahres CEO der BGV. Er beschrieb Stampfli als Vollblut-Feuerwehrmann, stolzen Oberbaselbieter und als einen, der anpackt. Der Ex-Banker, so Hürlimann, sei ein Mann der Zahlen und Fakten, operiere aber auch mit dem «Prinzip Magengegend».
Die Basler Regierungsrätin Stephanie Eymann sagte, sie habe Stampfli als jemanden kennengelernt, der sage, was er denke: «Sorgen muss man sich bei ihm nur machen, wenn er schweigt.» «Bei ihm wusste man immer, woran man ist», sagte denn auch der Baselbieter Regierungsrat Anton Lauber. Werner Stampfli habe die Feuerwehr geprägt und weiterentwickelt. Dabei sei er gelegentlich auch im Regen gestanden und habe dies aber ausgehalten und weitergemacht. Die Feuerwehr heute beurteilte Lauber als top ausgerüstet und ausgebildet; sie erfülle die an sie gestellten hohen Erwartungen.
Beide Regierungsmitglieder hatten auf der Festbühne jeweils einen weiteren Auftritt: Lauber bei der Beförderung von Stampflis Stellvertreter Daniel Weisskopf zu dessen Nachfolger per Anfang 2026 und Eymann bei der Beförderung Martin Bleuler zu Weisskopfs Stellvertreter.
Die Feier wurde musikalisch begleitet von der Feuerwehrmusik Basel-Stadt und vom Baselbieter «Alt-Kommandantenchor», der nach mehr als 20-jährigem Bestehen seinen letzten Auftritt hatte. Das Abschiedslied: «Mir si vo dr Füürwehr».