Zum Artikel «Frühe Trockenheit belastet das Grundwasser» in der «Volksstimme» vom 30. Juni, Seite 6
Seit mehr als drei Jahren spaziere ich täglich neben einem Teil des Bachbetts des Eibachs in Gelterkinden. Es schien mir so, als würde mich das Wasser ...
Zum Artikel «Frühe Trockenheit belastet das Grundwasser» in der «Volksstimme» vom 30. Juni, Seite 6
Seit mehr als drei Jahren spaziere ich täglich neben einem Teil des Bachbetts des Eibachs in Gelterkinden. Es schien mir so, als würde mich das Wasser des Bachs mit seinem Plätschern, Rauschen, ja manchmal sogar mit seinem Schäumen empfangen wollen. Ein vertrautes Geräusch, auf das ich mich immer freute. Nun ist aber dieses Geräusch verstummt! Und ich fürchte, es kehrt so schnell nicht wieder zurück. Die Wettervorhersagen berichten nichts Neues. Da, wo einst das Wasser seinen Weg suchte, sieht man nur noch einen trockenen Erdboden, kleine und grosse Steine sowie vereinzelte Zweige der Bäume und Sträucher, welche die Uferböschung schmücken.
Natürlich sind jetzt auch der elegante Graureiher und die fröhlich schnatternden und ins Wasser tauchenden Enten nicht mehr zu sehen. Es gibt ja hier nichts mehr zu fischen. Alles in allem ist das nun ein trauriger Anblick! Der Untertitel des oben genannten Artikels heisst: «Entwarnung wohl erst im Spätherbst.» Ich denke, dass bis im Spätherbst noch viel passieren kann. «Irgendwann wird es bestimmt wieder regnen», sagen die Daueroptimisten – und dabei hoffen wir, dass diese ersehnte Regenzeit nicht in einer grossflächigen Überschwemmung ausartet. Wir werden ja schon seit Jahren gewarnt, dass diese Wetterextreme stetig zunehmen. Bei der aktuellen Lage frage ich mich aber manchmal schon, ob wir noch die Zeit haben, mit dem Verbrauch des Wassers verantwortungsvoll umgehen zu lernen.
Fritz Häuselmann, Gelterkinden