Fasnachtscliquen am «Ostschweizerischen»
Die Baselbieter Fasnachtscliquen aus Frenkendorf, Liestal und Zunzgen sind an den Ostschweizer Tambouren-, Pfeifer- und Claironwettspielen in Appenzell zum Teil gemeinsam aufgetreten. Es hat Spass gemacht – und Erfolg gebracht.
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Fasnachtscliquen am «Ostschweizerischen»
Die Baselbieter Fasnachtscliquen aus Frenkendorf, Liestal und Zunzgen sind an den Ostschweizer Tambouren-, Pfeifer- und Claironwettspielen in Appenzell zum Teil gemeinsam aufgetreten. Es hat Spass gemacht – und Erfolg gebracht.
Die Idee entstand im Winter, und sie wurde im Frühling sogleich umgesetzt. Drei wettspielverliebte Baselbieter Cliquen haben sich entschlossen, für einmal die Zusammenarbeit zu suchen. Die Halbmond-Clique Frenkendorf, die Liestaler Rotstab-Clique und die Wurlitzer Clique aus Zunzgen sind schon lange freundschaftlich unter einander verbunden, haben schon an etlichen Festen und Fasnachten gemeinsame Runden gedreht, auch an Nachwuchsfesten sind sie schon gemeinsam angetreten. Und die Vereine der Region Liestal bilden ihre Jungen ohnehin gemeinsam aus.
Für das Ostschweizerische Tambouren- und Pfeiferfest in Appenzell hat es nun auch bei den Erwachsenen geklappt, zumindest in der Piccolo-Sektion und der gemischte Sektion (Trommel und Piccolo). Das ist gar nicht so einfach, wie es tönt, weil die Vereine an unterschiedlichen Wochentagen proben und weil auch musikalisch unterschiedliche Kulturen zusammenfinden müssen.
Diesen Weg zu gehen, hat sich gelohnt. Die 20 Pfeiferinnen aus den drei Vereinen (der Hahn im Korb ist mitgemeint) zeigten beim Piccolo-Wettspiel zwei kraftvoll und harmonisch interpretierte Vorträge. Mit dem «Rhysprung» – der übrigens vom Sissacher Thomas Heid komponiert wurde – und dem «Keenig» landeten sie hinter drei Gruppen, die Spitzenpfeiferinnen und -pfeifer aus den Basler Cliquen rekrutieren, auf dem tollen vierten Platz. In der gemischten Sektion ertrommelten und erpfiffen sich die Baselbieterinnen und Baselbieter sogar den dritten Rang, nochmals mit «Rhysprung» und «Keenig», dazu noch mit dem unverwüstlichen «Nunnefirzli» aus der Feder des grossen Basler Jazzmusikers George Gruntz.
In der Tambouren-Sektion starteten Liestal mit Frenkendörfer Verstärkung und Zunzgen getrennt, aber sie klassierten sich unmittelbar nebeneinander. Die Wurlitzer kletterten als Dritte auf das Podest und lagen damit eine Nasenlänge vor der Rotstab-Clique auf Rang vier. Auch in den Einzelwettspielen gab es etliche Kranzgewinne zu feiern. Das Tüpfelchen auf dem I lieferten aber die Jungen der Rotstab-Clique: Sie holten in der Nachwuchs-Kategorie den laut bejubelten Sieg!
Dass auch die Tambouren aller drei Vereine miteinander musizieren können, zeigte sich dann am Rest des Wochenendes. Am Samstagabend beim obligaten «Gässle» zogen alle drei Cliquen vereint musizierend durchs hübsche Appenzell, und am Sonntag absolvierten sie auch den Festumzug gemeinsam. Und natürlich haben die drei Vereine auch zusammen gefeiert und gelacht. Das Experiment hat sich gelohnt, und bereits auf dem Heimweg wurde laut über weitere gemeinsame Projekte nachgedacht.
Christian Bolliger, Wurlitzer Clique