Durchmesserlinie kommt erst nach 2045
29.01.2026 BaselEntscheid des Bundes wird in der Region positiv aufgenommen
sda. Der Bundesrat hat gestern seine Pläne für den Verkehrsausbauschritt bis 2045 vorgestellt. Dazu gehören zahlreiche Projekte in der Region Basel, darunter auch die Planung der Basler ...
Entscheid des Bundes wird in der Region positiv aufgenommen
sda. Der Bundesrat hat gestern seine Pläne für den Verkehrsausbauschritt bis 2045 vorgestellt. Dazu gehören zahlreiche Projekte in der Region Basel, darunter auch die Planung der Basler Durchmesserlinie.
Die Durchmesserlinie mit Tiefbahnhof Basel SBB erscheint allerdings erst in der Botschaft 2031 und nicht bereits in der Botschaft 2027. Der Bundesrat will zusammen mit Basel-Stadt und Baselland eine alternative Lösung zum Herzstück erarbeiten und mit der Botschaft 2031 eine erste Etappe beschliessen, wie er in einem Faktenblatt erläutert.
Die Projekte in der Botschaft 2031 werden teilweise vor dem Jahr 2045 in Bau gehen, jedoch erst nach 2045 in Betrieb genommen, wie es heisst. Der umstrittene Bericht des ETH-Professors Ulrich Weidmann hatte das Herzstück in der Periode 2025 bis 2045 «depriorisiert», worauf die Region mit einer reduzierten Variante aufwartete (die «Volksstimme» berichtete). Für die Durchmesserlinie veranschlagt der Bundesrat 1,6 Milliarden Franken.
Für die Botschaft 2027 sieht der Bundesrat in Basel den Ausbau im Westen des Bahnhofs SBB mit Neubau der Margarethenbrücke vor. Dafür sind 900 Millionen Franken veranschlagt.
Rheintunnel ebenfalls weit hinten
Keines der Projekte in der Region Basel hat es in die fünfte Generation des Programms Agglomerationsverkehr (ab 2028) geschafft. Dafür stehen gleich deren neun auf der Liste für die sechste Generation. Dazu gehören der Zubringer Bachgraben (407 Millionen Franken) und die Tramverlängerung nach Weil am Rhein (D) (18 Millionen Franken). Weitere regionale Einträge im sechsten Agglomerationsprogramm umfassen die Tramprojekte Bachgraben, Leonhardsgraben-Basel SBB, Wettstein-Schwarzwaldstrasse, Wettsteinplatz-Clarastrasse, Leonhardsgraben-Blumenrain, die Margarethenverbindung sowie die ÖV-Drehscheibe am Bahnhof SBB West.
Der Autobahn-Rheintunnel, dessen Comeback im Gutachten Weidmann für Kritik sorgte, ist in der Liste der Projekte mit Realisierungshorizont ab 2045 aufgeführt. Die Kosten sollen 2,4 Milliarden Franken betragen. Mit Realisierungshorizont 2055 werden zwei Projekte im Baselbiet erwähnt: Erstens ist es der Achtspurausbau der Autobahn A2 im Bereich Hagnau bis Augst für 1,4 Milliarden Franken. Das zweite Vorhaben dieser Kategorie betrifft die N18 und die Zentrumsentlastung in Laufen für 200 Millionen Franken. In der Kategorie «Realisierungshorizont Weitere» finden sich zudem die N18-Umfahrung Laufen und Zwingen (1 Milliarde Franken) und der Muggenbergtunnel zwischen Aesch und Duggingen (500 Millionen Franken).
Regierungen erfreut
Die Regierungen beider Basel nehmen die Aufnahme der Durchmesserlinie in die Eckwerte zu «Verkehr ’45» «erfreut zur Kenntnis». Der Bund anerkenne damit die Notwendigkeit einer unterirdischen Verbindung zwischen den Bahnhöfen, heisst es in einer Medienmitteilung. «Das zeigt: Der Austausch mit Bundesbern sowie die darauffolgende Fokussierung haben sich gelohnt», halten die beiden Kantonsregierungen gemeinsam mit der Handelskammer beider Basel fest. Gegenüber dem viel diskutierten Weidmann-Gutachten vom vergangenen Herbst erhöhe der Bund die vorgesehenen Investitionen bis 2045 von rund 1,2 deutlich auf 2,5 Milliarden Franken.
