Drei Kandidatinnen für zwei freie Sitze
06.01.2026 SissachAm 8. März kommt es zu einer Kampfwahl
ch. Wie in Gelterkinden wird auch in Sissach die fällige Gemeinderats-Ersatzwahl nicht still über die Bühne gehen. Für die beiden freien Sitze bewerben sich drei Kandidierende: Es kommt es zu einer Kampfwahl. ...
Am 8. März kommt es zu einer Kampfwahl
ch. Wie in Gelterkinden wird auch in Sissach die fällige Gemeinderats-Ersatzwahl nicht still über die Bühne gehen. Für die beiden freien Sitze bewerben sich drei Kandidierende: Es kommt es zu einer Kampfwahl. Neben der bereits bekannten Sabine Bucher (GLP) kandidieren Tea Virolainen (Stechpalme) und Sonja Gerber (SVP).
Gestern um 12 Uhr war Eingabeschluss für die mögliche stille Ersatzwahl in den Sissacher Gemeinderat. Zu besetzen sind die beiden Sitze, die durch die Rücktritte von Stephan Marti (Pro-Sissach) und Robert Bösiger (Stechpalme) Mitte kommenden Jahres frei werden. Wie die Gemeinde Sissach gestern auf ihrer Website mitteilte, wird am 8. März eine Urnenwahl für die freien Sitze stattfinden: Denn bis zum Eingabeschluss gingen bei der Gemeindeverwaltung für die zwei Sitze drei Bewerbungen ein.
Die grünliberale Sabine Bucher, die den Einzug in die Baselbieter Regierung Ende November knapp verpasst hatte, gab ihre Kandidatur für den Gemeinderat bereits vor den Festtagen bekannt (die «Volksstimme» berichtete). Die Gruppierung «Stechpalme» wird Tea Virolainen ins Rennen schicken. Die 55-jährige Mitinhaberin eines Grafikbüros war bereits in der Gemeindekommission und in der früheren Kunstkommission tätig. Letztere hatte sie während acht Jahren präsidiert. Ausserdem engagiert sich die Mutter zweier erwachsener Kinder bei kulturellen Veranstaltungen wie der Museumsnacht. Sie ist zudem Mitgründerin der Sissacher «Gmüeserei». Das Amt reize sie nicht erst seit heute, sagt Virolainen auf Anfrage der «Volksstimme». Sie habe schon öfter mit einer Kandidatur für den Gemeinderat geliebäugelt, doch hätten die Umstände bisher nie gepasst. Das sei nun anders. Im Fall einer Wahl wäre sie sehr am Departement von Robert Bösiger interessiert, in dessen Verantwortung unter anderem die Kultur, ihr Steckenpferd, fällt.
Konsens-erfahrene SVP-Frau
Dritte im Bunde ist die Kandidatin der SVP: Sonja Gerber Wenger. Die pensionierte Personalfachfrau ist 66-jährig und amtierende Friedensrichterin für den Amtskreis 13. Die «Volksstimme» konnte sie gestern nicht erreichen. Christian Ritter, Präsident der SVP-Ortssektion sagt über «seine» Kandidatin: «Sonja Gerber ist eine äusserst engagierte Person, die etwas bewegen möchte.» Er ist davon überzeugt, dass ihr das im Amt auch gelingen würde, nicht zuletzt aufgrund ihrer Erfahrung als Friedensrichterin, wofür es ebenfalls Konsensfähigkeit brauche.
In Gelterkinden ist es gemäss Auskunft der Gemeindeverwaltung bei den bereits bekannten Kandidaturen für den im Sommer zurücktretenden Gemeinderat Martin Rüegg (SP) geblieben. Es kandidieren Sandra Grossmann von der EVP und Hans Wieser für den Bürgerlichen Zusammenschluss Gelterkinden.
Weitere Gemeinderats-Ersatzwahlen sind in Lampenberg und in Eptingen fällig, wo die am 30. November gewählte Personen die Wahl ausgeschlagen haben. In Eptingen sitzt die bereits zweimal verschmähte in den Startlöchern. Derweil wirbt die Gemeinde auf ihrer Website um weitere Kandidierende: «Wir suchen engagierte, motivierte Persönlichkeiten – ganz egal, ob du bereits Erfahrung in der Politik hast oder nicht.»
Für alle Urnenwahlen gilt: Alle Stimmberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner sind am 8. März wählbar.
