Thomas Ditzler
Nach WM-Silber im Sprint vor zwei Jahren darf sich Tino Polsini seit Samstag erstmals Weltmeister nennen. Der Gelterkinder gewann mit der Mixed-Staffel zum Abschluss der diesjährigen WM in Genua (Italien) die Goldmedaille. «Diese Medaille bedeutet mir ...
Thomas Ditzler
Nach WM-Silber im Sprint vor zwei Jahren darf sich Tino Polsini seit Samstag erstmals Weltmeister nennen. Der Gelterkinder gewann mit der Mixed-Staffel zum Abschluss der diesjährigen WM in Genua (Italien) die Goldmedaille. «Diese Medaille bedeutet mir sehr viel», sagt Polsini. Für ihn sei alleine die Staffel-Nomination in seinem erst dritten WM-Rennen der Karriere eine grosse Ehre gewesen.
Polsini, der im Team-Wettkampf als zweiter Schweizer auf Position sechs übernahm, arbeitete sich auf der vier Kilometer langen Strecke kontinuierlich nach vorne. Im Ziel übergab der 27-Jährige auf Position zwei liegend an Fabian Aebersold. «Ich war sehr zufrieden mit meinem Lauf und konnte diesen sauber ins Ziel bringen», so Polsini. Mit Zwischenrang sechs habe er das Rennen von einer idealen Position aus in Angriff nehmen und sich gleich von Beginn an auf seinen Wettkampf fokussieren können.
Nachdem Polsini an Aebersold übergeben hatte, verteidigte dieser den zweiten Zwischenrang der Schweizer auf der vorletzten Strecke, ehe er an seine Schwester Simona Aebersold übergab. Die Schlussläuferin setzte auf ihrem Abschnitt zur Gala an: Die 28-Jährige überholte nicht nur die in Führung liegende Norwegerin, sondern distanzierte bis ins Ziel die gesamte Konkurrenz. Mit 28 Sekunden Rückstand gestartet, drehte Aebersold den Rückstand bis ins Ziel in einen Vorsprung von 20 Sekunden um.
Dem Schweizer Quartett gelang so die Titelverteidigung in der Mixed-Staffel. Für den Gelterkinder Tino Polsini ist diese erste WM-Goldmedaille auch eine Genugtuung, nachdem es ihm zu Beginn der WM im Einzelsprint mit Rang fünf nicht ganz nach Wunsch gelaufen war. «Ich bin stolz auf meine Leistungen», sagt er und ergänzt: «Mit zwei Medaillen aus meinen ersten drei WM-Rennen kann ich mir kaum etwas vorwerfen.» Egal, ob Einzel-Silber 2024 oder Team-Gold 2026: Beide Medaillen seien auf ihre Art und Weise schön. «Als Einzelsportler ist der Erfolg im Team etwas sehr Spezielles», freut sich Polsini, der nach Genua mit dem Gedanken an einen Medaillengewinn angereist sei: «Am Ende hat jeder im Team seinen Job getan, damit wir die Goldmedaille feiern konnten.»