Warum spielen die drei Vereine in der Schweiz auf einem kleineren Eisfeld als im Ausland, Herr Beeler?
Gian Luca Beeler: Das hängt in erster Linie mit der Infrastruktur zusammen. In der Schweiz gibt es keine grossen Eisflächen wie in klassischen Bandy-Ländern. ...
Warum spielen die drei Vereine in der Schweiz auf einem kleineren Eisfeld als im Ausland, Herr Beeler?
Gian Luca Beeler: Das hängt in erster Linie mit der Infrastruktur zusammen. In der Schweiz gibt es keine grossen Eisflächen wie in klassischen Bandy-Ländern. Deshalb passen wir die Sportart den vorhandenen Gegebenheiten an und spielen die sogenannte Rink- oder Short-Variante auf herkömmlichen Kunsteisbahnen.
Warum ist Bandy hierzulande noch wenig verbreitet?
Auch das ist eine Frage der Infrastruktur. Es gibt nur wenige Möglichkeiten, Bandy auszuüben – und meist nicht in Wohnortnähe. Zudem ist die Konkurrenz durch Eishockey und Fussball enorm. Wer auf dem Eis mit einem Stock spielt, landet fast automatisch beim Eishockey.
Seit wann wird Bandy in der Schweiz gespielt?
Bandy hat hier eine längere Tradition als viele denken. Bereits vor mehr als 100 Jahren wurde es in der Schweiz gespielt, 1913 fanden in Davos sogar Weltmeisterschaften statt. In seiner heutigen Form ist der Sport aber noch jung: Erst seit 2017 gibt es einen nationalen Verband mit Frauen- und Männernationalteams.
Warum wurde der Final in Sissach ausgetragen?
Sissach liegt geografisch ungefähr in der Mitte zwischen Dübendorf und den beiden Westschweizer Teams – ein neutraler Austragungsort also. Zudem bietet die Kunsteisbahn eine gute Infrastruktur und eine passende Kulisse für ein Finalturnier.
Wie wird Bandy in der Schweiz gefördert?
Ein wichtiger Schritt war die Gründung der Liga. Entscheidend ist aber vor allem der Aufbau einer Nachwuchsstruktur. Junge Menschen für eine noch wenig bekannte Sportart zu gewinnen, ist allerdings eine grosse Herausforderung.