Konzert des Reformierten Kirchenchors
vs. Lieder im Kirchengesangbuch können ganz unterschiedlich wirken. Einmal schütteln wir den Kopf über die altmodischen Wörter und Vorstellungen. Aber vielleicht löst dasselbe Lied bei einer anderen Person ein ...
Konzert des Reformierten Kirchenchors
vs. Lieder im Kirchengesangbuch können ganz unterschiedlich wirken. Einmal schütteln wir den Kopf über die altmodischen Wörter und Vorstellungen. Aber vielleicht löst dasselbe Lied bei einer anderen Person ein Gefühl von Wonne aus. Nicht nur der Text, sondern auch die Musik kann uns berühren. Beides, die Worte und die Melodie, können die Hörerinnen und Hörer Jahrzehnte, ja Jahrhunderte zurückversetzen. Wenn man sich dessen bewusst wird, versteht man, dass im Kirchengesangbuch immer die Lebensdaten des Lieddichters oder der Lieddichterin bzw. des Komponisten oder der Komponistin angegeben sind. Das erlaubt es uns, das Lied in eine historische Perspektive zu setzen.
Der Reformierte Kirchenchor Gelterkinden stellt die historische Entwicklung des Kirchengesangs vor, beginnend mit Hinweisen auf die katholische Messe, den Minnegesang und das Volkslied – Ausgangspunkte, die in der Reformation und Barockzeit weiterentwickelt wurden. Im Pietismus und in der Romantik individualisierten sich Dichtung und Musik und wurden im Patriotismus in einer neuen Art kollektiviert. Die Arbeiter- und die Friedensbewegung im Ersten Weltkrieg mussten neue Ansätze suchen und finden, die bis zu heutigen universalen Vorstellungen weiterentwickelt wurden.
Morgen Freitag singt der Reformierte Kirchenchor Gelterkinden unter der Leitung von Claudia Waldmeier. An der Orgel wird der Chor von Theresia Gisin-Berlinger begleitet. Die Texte stammen von Heinrich Thommen, Thomas Rentsch, Kurt Scheibler und Pfarrer Eric Hub. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen, zuzuhören und mitzusingen!
Konzert des Reformierten Kirchenchors Gelterkinden,
Freitag, 20. März, 19.30, reformierte Kirche, Gelterkinden.