Die Fühler ausgestreckt
25.08.2026 Wenslingen«Erlebnisraum Tafeljura» verstärkt die Kooperationen
Den Verein Erlebnisraum Tafeljura braucht es auch in Zukunft, darüber sind sich die Mitglieder einig. Welche Ziele angestrebt und welche Wege dafür eingeschlagen werden sollen, erfuhren die Mitglieder an der ...
«Erlebnisraum Tafeljura» verstärkt die Kooperationen
Den Verein Erlebnisraum Tafeljura braucht es auch in Zukunft, darüber sind sich die Mitglieder einig. Welche Ziele angestrebt und welche Wege dafür eingeschlagen werden sollen, erfuhren die Mitglieder an der Jahresversammlung in Wenslingen.
Brigitte Keller
Bevor der Blick Richtung Zukunft ging, wurde an der Jahresversammlung nochmals Rückschau gehalten. Gemeinsam liess man die Höhepunkte des vergangenen Jahres Revue passieren, wobei beim Thema «Naturpark Baselbiet» respektive dessen definitivem Scheitern ein anderes Wort besser passen würde. Präsidentin Florence Brenzikofer richtete den Fokus in ihrem Jahresbericht aber mehr auf den grossen Einsatz, der von den Mitgliedern des Vereins bis zuletzt für das Projekt an Infoveranstaltungen und -ständen geleistet worden war.
Nach dem «Wunden lecken» hatte der Vorstand im vergangenen November zu einer Retraite nach Oltingen eingeladen, um die Frage zu klären, wie es mit dem Verein weitergehen könnte. Dass weitergemacht werden sollte, war schnell klar. Welche Ideen und Massnahmen dies sind und wie weit diese aktuell schon gediehen sind, kam unter Punkt sieben auf der Traktandenliste zur Sprache. Zuvor präsentierte Kassierin Sandra Strüby die Jahresrechnung 2025 mit Revisorenbericht und das Budget 2026, welche von der Versammlung einstimmig genehmigt wurden.
Gemeinsame Lösungen gesucht
Unter «Beiträge an Projekte» ist im Budget 2026 ein Betrag von 5000 Franken enthalten. Dieser ist für die Erarbeitung angepasster Strukturen eingeplant, mit welchen sich der Verein fit für die Zukunft machen will. «Nach der Retraite haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich seit Anfang Jahr regelmässig trifft», berichtete Brenzikofer. «Wir haben die Fühler in verschiedene Richtungen ausgestreckt, um herauszufinden, welche Möglichkeiten an Unterstützung es gibt, wenn man verstärkte Kooperationen eingehen will.»
Neben Präsidentin Brenzikofer, Matthias Huber vom Verein Erlebnisraum Tafeljura und Barbara Saladin, Leiterin der Geschäftsstelle dieses Vereins, sind Markus Zentner, Präsident des Vereins Baselbieter Feldscheunen, Dora Meier, Gründerin der Posamenter GmbH sowie Natalie Oberholzer, Vorstandsmitglied des Naturforums Regio Liestal, in der Arbeitsgruppe aktiv. Die Arbeitsgruppe werde zudem von Alba Stamm begleitet. Die Biologin ist für ein auf Naturschutz und Artenförderung spezialisiertes Unternehmen tätig und ist Mitglied im Vorstand des Vereins Baselbieter Feldscheunen.
Im Austausch mit dem kantonalen Amt für Kultur ist die Arbeitsgruppe fündig geworden: «Wir haben dabei hilfreiche Informationen und wichtige Impulse erhalten», erklärte Brenzikofer. Die öffentliche Kulturförderung des Kantons bietet Möglichkeiten, Vereine in ihrer Entwicklung und Zusammenarbeit zu unterstützen – Vereine, die sich für das gesellschaftliche, (bau)kulturelle und nachhaltige Leben im Baselbiet engagieren.
Eine Idee, die in diesem Zusammenhang weiterverfolgt werde, ist die einer gemeinsamen und damit höherprozentig dotierten Geschäftsstelle. «Synergien könnten besser genutzt werden, ohne sich dabei gegenseitig zu konkurrenzieren», führte Brenzikofer aus. Die Arbeitsgruppe sei daran, konkrete Vorschläge auszuarbeiten, über welche die Mitglieder der beteiligten Vereine dann im kommenden Jahr abstimmen können. «Noch gibt es einige Fragen zu klären, der Prozess braucht Zeit.»
Weiterhin aktuell bleiben auch einige Projektideen, die im Zusammenhang mit dem «Naturpark Baselbiet» entstanden sind und im damals erarbeiteten Managementplan enthalten seien. Beispielsweise werde die Realisierung eines Begegnungs- und Bildungsorts für Schulen und Jugendorganisationen weiterverfolgt. Auch die Integration einiger Kugelbahnen des Dorffestes in Oltingen in den bestehenden Erlebnispfad «passepartout» sei am Laufen. Wie weit man da sei, erfuhr die Versammlung am vergangenen Mittwochabend aus erster Hand von Andrea Brenna, Oltinger Gemeinderätin und OK-Vizepräsidentin des «Vereins Dorffest», der noch weiter besteht und sich darum kümmert.
Wernli und Pfister neu gewählt
Neu für den Vorstand vorgeschlagen und von der Versammlung einstimmig gewählt wurden Dorian Wernli, Gemeindepräsident von Maisprach, und Thomas Pfister, Biologe aus Nusshof. Sie ersetzen die beiden scheidenden Mitglieder Sandra Strüby und Marianne Schaub. Nicht allen liege es, an Informationsständen zu stehen und mit viel Herzblut den Besuchenden die Anliegen des Vereins zu vermitteln, bedankte sich Brenzikofer bei deren Verabschiedung, «doch ihnen beiden ist das gegeben und sie haben in den vergangenen 10 Jahren einen wertvollen Beitrag geleistet».
Filmmatinée im Sputnik
bke. Am Sonntag, 15. November, lädt der Verein Erlebnisraum Tafeljura die Bevölkerung ab 10 Uhr ins Kino Sputnik in Liestal zur Filmmatinée des Dokumentarfilms «Le Chant des Forêts – Das Flüstern der Wälder». Im Anschluss findet eine Gesprächsrunde statt mit den beiden Gästen Sarah Hummel und Simon Tschendlik, moderiert von Barbara Saladin.

