Am 27. September haben wir die Möglichkeit, über die 70-Prozent-Falle abzustimmen – eine Initiative, die sich auf den ersten Blick gut anhört: 70 Prozent Selbstversorgungsgrad und damit mehr Ernährungssicherheit. Doch aktuell liegt der Selbstversorgungsgrad der ...
Am 27. September haben wir die Möglichkeit, über die 70-Prozent-Falle abzustimmen – eine Initiative, die sich auf den ersten Blick gut anhört: 70 Prozent Selbstversorgungsgrad und damit mehr Ernährungssicherheit. Doch aktuell liegt der Selbstversorgungsgrad der Schweiz eher bei 40 als bei 50 Prozent. Selbst während der Anbauschlacht im Zweiten Weltkrieg, als deutlich weniger Menschen in der Schweiz lebten, mit 4,4 Millionen etwa die Hälfte von heute, wurden 70 Prozent nicht erreicht.
Ein Blick auf die Geografie zeigt weshalb: Viele Grasflächen in unseren Berggebieten eignen sich weder für Acker- noch für Gemüsebau. 70 Prozent Selbstversorgung klingt gut – ist aber unrealistisch. Ernährungssicherheit braucht Realitätssinn statt Wunschdenken. Deshalb ein klares Nein zur 70-Prozent-Falle.
Alessandro Wehrli, Langenbruck, Vorstand SVP-Sektion Rehag