Erinnerungen an Peter Noll werden im Distl wieder präsent
vs. Das Schweizerische Literaturarchiv, das den Nachlass des Baselbieter Juristen Peter Noll (1926 – 1982) aufbewahrt, schreibt über ihn, er sei «politisch und persönlich als moralische ...
Erinnerungen an Peter Noll werden im Distl wieder präsent
vs. Das Schweizerische Literaturarchiv, das den Nachlass des Baselbieter Juristen Peter Noll (1926 – 1982) aufbewahrt, schreibt über ihn, er sei «politisch und persönlich als moralische Instanz der Schweiz» wahrgenommen worden.
Obwohl Noll auch als Jurist Grundlagenwerke schuf, wurde er in der Öffentlichkeit vielmehr durch seine literarischen und politischen Texte bekannt. Seine Dokumentation des Lebens von 17 Landesverrätern (1980) löste eine breite gesellschaftliche Diskussion über die mit diesem Thema verbundenen ethischen Fragen aus, und der mit Hans Rudolf Bachmann publizierte «kleine Macchiavelli» war eine satirische Betrachtung unmoralischen Verhaltens in der Arbeitswelt. Die von Max Frisch edierten «Diktate über Sterben und Tod», in denen Peter Noll seine Krebsdiagnose und seine letzten Lebensmonate reflektierte, wurden gemäss dem Literaturarchiv gar zum «Kultbuch».
Zu Peter Nolls 100. Geburtstag erinnert der Historiker Lorenz Degen heute Dienstag im Dichter:innenund Stadtmuseum Liestal (Distl) an diesen eindrücklichen Baselbieter, der nicht in Vergessenheit geraten sollte. Alle sind willkommen, im Distl einen nachdenklichen Abend über das Leben an sich und die Frage, wie es gut und verantwortungsvoll gestaltet werden kann, zu verbringen.
Erinnerungsanlass «Der Jurist als Schriftsteller. Zum Leben und Werk von Peter Noll (1926 – 1982)», Dienstag, 19. Mai, 19.30 Uhr, Distl, Liestal.