Im Jahr 1540 ist ein besonders heisser und trockener Sommer dokumentiert. In der Basler Chronik von 1580 steht über dieses Jahr geschrieben:
«Der Heisse Sommer. Sonst ist dieses Jahr, der stetigen schöne und wärme halb, welche vom Hornung bis nahe in Christmonat ...
Im Jahr 1540 ist ein besonders heisser und trockener Sommer dokumentiert. In der Basler Chronik von 1580 steht über dieses Jahr geschrieben:
«Der Heisse Sommer. Sonst ist dieses Jahr, der stetigen schöne und wärme halb, welche vom Hornung bis nahe in Christmonat gewähret, merklich gewesen, daher es der Heisse Sommer genennet ward. In gemelter Zeit kamen vom Himmel nicht über vier Weichin, sonder war ein solche beständige Dürre, das viel Brunnen versiegten, und alle Wasser sehr abgingen. Der Rhein nahm also ab, das man ihn an etlichen Enden mit Pferden durchschwemmen mochte. Das Bauersvolk musst an etlichen Enden weit her zur Mühle, ja auch mit dem Vieh zur Tränke fahren. Alle Mühlen im Minderen Basel gestanden, … aus mangels des Wassers. In dieser Tröckene vielen bei nächtlicherweil grosse Taue, welche allerlei Baumfrüchte erquickten. Insonders geriehte der Wein also wohl, dass so viel des selbigen, und solch starck Tranck langer Zeit nie gewachsen.»
Der Weinjahrgang 1540 war aussergewöhnlich gut. Da in den darauffolgenden zwei Jahren kein guter Jahrgang gewachsen ist, konnte der «Heisse Sommer»-Wein zu einem guten Preis verkauf werden. Wir werden sehen, ob das Jahre 2026 ähnlich enden wird wie 1540. Archiv Heinz Spinnler