Florian Schneider gastiert in der «Sonne»
Seit September ist Florian Schneider mit seinem neuen Schangsongs- und Geschichtenprogramm unterwegs. Am kommenden Samstag tritt er in Sissach auf. Mit dem Tourstart ist der Künstler sehr zufrieden.
Herr Schneider, ...
Florian Schneider gastiert in der «Sonne»
Seit September ist Florian Schneider mit seinem neuen Schangsongs- und Geschichtenprogramm unterwegs. Am kommenden Samstag tritt er in Sissach auf. Mit dem Tourstart ist der Künstler sehr zufrieden.
Herr Schneider, wie sind Sie mit dem neuen Programm gestartet?
Florian Schneider: Bis jetzt kann ich nur sagen: Wunderbar, ich freue mich riesig. Wir hatten in der Zwischenzeit ein Gastspiel in Allschwil, wo uns das Publikum noch nicht so kannte. Doch der Erfolg dieses Abends zeigte, dass wir mit unserer Art von Auftritt und Musik die Leute überall begeistern können. Das ist für mich ausgesprochen befriedigend.
Woran liegt das?
Ich denke, das Publikum ist empfänglich für Einheimisches. Die Leute wollen Texte verstehen und fahren ab auf verständliche Lieder und launige Geschichten in eigener Mundart. Da spielt der Musikstil eine untergeordnete Rolle. Denn wir bringen ja querbeet Country, Balladen, Folk und Jazziges ebenso wie Moritaten oder neues Volkslied. Es ist der Baselbieter Dialekt, der alles zusammenhält.
Ist das nicht auch riskant?
Obwohl ich von Haus aus ein alter Zweifler bin, sag ich mir von Berufs wegen: Ohne Risiko keine Kunst. Wir spielen live, immer mit vollem Risiko auf Teufel komm raus! Darum sind jedes Konzert und jedes Lied jeden Abend anders. Genau das muss man sich als Künstler selbst und seinem Publikum zumuten. Die Leute haben ein sehr feines Gespür dafür, was echt und gekonnt immer wieder neu von Herzen kommt.
Ist der Markt dafür nicht sehr klein?
Meine beiden Mitmusiker Adam Taubitz und Roman Bislin und ich, wir arbeiten ganz bewusst in dieser kleinen, selbst erfundenen Nische. Unsere Konzerte finden heute in Dörfern und Kleinstädten im Baselbiet statt. Das ergibt keinen Sinn für «Gschäftlimacher», aber für uns Künstler eben schon. Grossen Sinn sogar. Uns verbindet der Wunsch, an kleinen Orten Kunst zu machen, genau wie wir das auf den grossen Bühnen schon ein ganzes Berufsleben lang getan haben. Es geht uns nicht um mehr Berühmtheit oder Geld. Es geht darum, den Leuten an einem Abend in ihrer eigenen Sprache etwas zu geben, was sie schmunzeln lässt oder ihnen eine Träne ins Auge treibt. Momente der Erinnerung und der Leidenschaft. Darin sehe ich meine Aufgabe.
Interview vs
Florian-Schneider-Trio «Der Maa vo weiss nit wo» Samstag, 17. Oktober, 20 Uhr, Hotel Sonne, Sissach. Tickets: Hotel Sonne