Das Fieber steigt
27.02.2025 PersönlichDas Fieber steigt
Nur noch eine gute Woche, bis das Fasnachtsfieberthermometer wieder heiss anzeigt. Hüür haben wir so früh wie noch nie mit den Vorbereitungen angefangen, entsprechend lang ist die Sujetliste geworden. Ob das ein Vorteil ist, ...
Das Fieber steigt
Nur noch eine gute Woche, bis das Fasnachtsfieberthermometer wieder heiss anzeigt. Hüür haben wir so früh wie noch nie mit den Vorbereitungen angefangen, entsprechend lang ist die Sujetliste geworden. Ob das ein Vorteil ist, darüber bin ich mir nicht so sicher. Eigentlich sind wir ein eingespieltes Team, wenns um die Vorbereitung in letzter Minute geht. Mit «wir» meine ich die gesamte Pfyffechopf-Familie: von den beiden Exponenten im Kostüm über die Helgenmalerin bis zu den still unterstützenden Mitgliedern der Sippe. Nicht zu vergessen: Die Zeedeldruckerei, die unsere späte Lieferung klaglos akzeptiert und persönlich liefert. Wenn ich da Kollegen höre, die im Herbst schon Angst haben, dass noch nichts auf dem Papier steht … Bei uns war die Muse noch immer bereit für den Kuss im entscheidenden Moment, auch wenns dann am Ende eine Art Klausur gebraucht hatte.
Dieses Jahr haben wir die guten Vorsätze doch tatsächlich einmal in die Tat umgesetzt, und ich würde sagen, dass wir bis heute wohl etwa die halben Verse gedrechselt haben. So hat auch die Helgenmalerin so früh wie noch nie «Futter» erhalten.
Als Einstimmung diente letzte Woche auch der Besuch eines Kollegen z Sissech: Dr Farblosi hatte zu einem Anlass geladen – im Namen des Sissacher Jubiläumsjahrs 2025 – und dabei anhand seiner Verse 33 Jahre Geschichte aufgerollt. Es war ein glatter Abend, der gezeigt hat, dass die fasnächtlichen Bänkelsänger über die Narrenzeit hinaus auch Protokollanten der Lokalgeschichte sind. Dieser Meinung war offenbar auch das zahlreich aufmarschierte und gut gelaunte Publikum, das den Event mit viel Applaus bedachte. Eine nachahmenswerte Idee. Ähnliches haben wir erst familienintern an einem runden Pfyffechopf-Geburtstag geboten. Und nur nebenbei: Vielleicht könnten die armen Sissacher ihren Themenweg zum Beispiel dank solcher «Fasnachtshistoriker» doch noch auf Kurs bringen.
Unser Schnitzelbank-Jahrgang 2025 kommt auch nach 41 Jahren im Business etwas speziell daher, weil wir in zwei verschiedenen Besetzungen singen werden. Eine offenbar fehlerhafte Agenda, die den Aschermittwoch aus unerfindlichen Gründen an einem lätzen Datum aufführte, hat den einen Pfyffechopf dazu verleitet, einen Anlass im Ausland zu buchen, für den er am Fasnachtsmittwoch abreisen muss. Zum Glück sass ein Familienmitglied auf der Reservebank, so dass trotzdem alle Auftritte bestritten werden können. Das ist zwar nur fast eine Premiere, weil vor Jahren schon einmal – seinerzeit krankheitsbedingt – ein Ersatzsänger rekrutiert werden musste. Zweistimmig ist halt einfach schöner. Das Publikum wird nichts von der Rochade merken.
Premiere wird allerdings sein, dass wir die Basler Schnitzelbänke live verpassen. Da werden wir auf Konserven zurückgreifen müssen. Jedenfalls freuen wir uns wie jedes Jahr auf unsere Auftritte und hoffen, dem Publikum gehe es auch so. Auf Wiederhören an einem Schnitzelbankabend!
Dr Pfyffechopf ist der dienstälteste Gelterkinder Schnitzelbank und seit 41 Jahren unterwegs.

