Nach-Denkliches zur 1.-August-Feier
Nach dem wohltuenden Zusammensein an der angenehm stillen 1.-August-Feier auf unserem Schulhausplatz lassen mich beunruhigende Gedanken früh aufwachen. Wie konnten wir nur so unbeschwert die Schweiz feiern angesichts der ...
Nach-Denkliches zur 1.-August-Feier
Nach dem wohltuenden Zusammensein an der angenehm stillen 1.-August-Feier auf unserem Schulhausplatz lassen mich beunruhigende Gedanken früh aufwachen. Wie konnten wir nur so unbeschwert die Schweiz feiern angesichts der extremen Hitze und Trockenheit? Ich hätte mich doch bei der jungen Bauernfamilie am Tisch erkundigen sollen, wie sie es schaffen, ihre Kühe zu versorgen und zurechtzukommen mit den kargen Saaten in den ausgetrockneten Böden. Wir hätten uns doch als Dorfbevölkerung darüber austauschen sollen, wie wir das Trinkwasser gerecht teilen werden, wenn ausgiebiger Regen noch viel länger ausbleibt. Der Zusammenhalt im Dorf wird wohl immer wichtiger werden im Blick auf die existentiellen Bedrohungen, aber dazu müssten wir lernen, uns vermehrt damit zu befassen und darüber auszutauschen. In den Morgennachrichten dann die empörende Mitteilung, Bundesrat Rösti wolle die vorgesehenen Millionen für die Erhaltungspflege unserer geschwächten Wälder wieder streichen. Was braucht es angesichts der herbstbraunen Wälder denn noch, bis wir endlich aufwachen und handeln?
Gertrud Bernoulli, Rümlingen