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Der Regierungsrat hält an der Streichung der Buslinie 74 zwischen Bretzwil und Reigoldswil fest. Daran ändert auch die Kritik von Urs Roth (SP, Niederdorf) nichts. Nachdem die «Volksstimme» über die hohen Kosten des privaten ...
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Der Regierungsrat hält an der Streichung der Buslinie 74 zwischen Bretzwil und Reigoldswil fest. Daran ändert auch die Kritik von Urs Roth (SP, Niederdorf) nichts. Nachdem die «Volksstimme» über die hohen Kosten des privaten Schülertransports als Busersatz berichtet hatte, stellte Roth der Regierung gestern im Landrat Fragen. Dabei wurde klar: Der Schülertransport wird günstiger. Die Regionalbus Lenzburg AG erhält für die Jahre 2027 und 2028 den Zuschlag. Die Kosten betragen künftig 110 000 Franken pro Jahr statt bisher 260 000 Franken. Zum Vergleich: Die frühere Buslinie 74, die zu denselben Zeiten wie der Schülertransport fuhr und allen Fahrgästen offenstand, hatte den Kanton jährlich 160 000 Franken an Subventionen gekostet. Einen massiv verschlechterten Nutzen für die Bretzwiler Bevölkerung erkennt die Regierung nicht: Die Linie sei hauptsächlich von Schülern genutzt worden. Für andere Fahrgäste stünden nun der kommunale Fahrdienst und die Buslinie 111 (Laufen– Liestal) zur Verfügung. Damit zeigte sich Roth nicht zufrieden. Wie die Verwaltung behaupten könne, es liege keine Verschlechterung vor, wenn die Busfahrt ins Nachbardorf Reigoldswil statt zehn Minuten nun anderthalb Stunden dauere, wollte er wissen. Auch bezweifelte er, dass ein Fahrdienst, den man 48 Stunden im Voraus bestellen müsse, ein zufriedenstellender Ersatz sei.
Der neue Baudirektor Matthias Liechti (SVP, Rümlingen) räumte den längeren Reiseweg ein. Allerdings hätten zu wenige Personen die Busverbindung genutzt, weshalb die gesetzlichen Schwellenwerte nicht mehr erreicht worden seien.
Ein Postulat von Sandra Strüby-Schaub (SP, Buckten) zur Prüfung von weiteren Alternativen zur eingestellten Buslinie 74 liegt derweil weiterhin bei der Bau- und Planungskommission des Landrats.