Bauvolumen erreicht neuen Höchststand

  27.08.2026 Baselbiet

Wohnungsbau entwickelt sich regional unterschiedlich

Das Bauvolumen im Baselbiet erreichte 2025 mit 2,5 Milliarden Franken einen neuen Höchststand. Während kantonsweit mehr Wohnungen entstanden, ging die Neubautätigkeit in den Bezirken Sissach und Waldenburg deutlich zurück.

vs. Die Bautätigkeit im Baselbiet bleibt auf hohem Niveau. Wie aus der am vergangenen Freitag veröffentlichten Bauund Wohnbaustatistik des kantonalen Amts für Daten und Statistik hervorgeht, nahm das Bauvolumen 2025 gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent beziehungsweise 116 Millionen Franken zu. Mit insgesamt 2,5 Milliarden Franken wurde damit ein neuer Höchststand erreicht.

Zum Wachstum beigetragen haben insbesondere Investitionen ausserhalb des klassischen Wohnungsbaus. So stiegen die Ausgaben für gewerbliche Bauten gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent auf 515 Millionen Franken. Beim öffentlichen Hochbau betrug die Zunahme 23 Prozent auf 314 Millionen Franken, beim übrigen Tiefbau sogar 32 Prozent auf 141 Millionen Franken. Der öffentliche Sektor kam insgesamt auf ein Bauvolumen von 558 Millionen Franken. Rückläufig entwickelte sich hingegen der private Wohnungsbau. Dort gingen die Investitionen um rund 7 Prozent oder 95 Millionen Franken auf 1,3 Milliarden Franken zurück.

Regional verlief die Entwicklung unterschiedlich. Im Bezirk Arlesheim wurden rund 1,3 Milliarden Franken investiert, 44 Millionen mehr als im Vorjahr. Im Bezirk Liestal stieg das Bauvolumen um 8,1 Prozent beziehungsweise 43 Millionen Franken. Auch der Bezirk Sissach verzeichnete ein Plus: Die Investitionen erhöhten sich um 18 Millionen Franken oder 7,9 Prozent. Im Bezirk Laufen betrug die Zunahme 5 Millionen Franken. Gegen den kantonalen Trend entwickelte sich hingegen der Bezirk Waldenburg. Dort gingen die Investitionen um 12,3 Prozent auf 84 Millionen Franken zurück.

Kantonsweit erhöhte sich auch die sogenannte Nettowohnungsproduktion. Unter Berücksichtigung von Neubauten, Umbauten und Abbrüchen kamen 2025 unter dem Strich 1783 Wohnungen hinzu. Das sind rund 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Neu gebaut wurden 1653 Wohnungen und damit nahezu gleich viele wie 2024. Weitere 228 Wohneinheiten entstanden durch Umbauten. Gleichzeitig wurden 98 Wohnungen abgebrochen. Ende 2025 verfügte der Kanton Basel-Landschaft über insgesamt 152 489 Wohnungen. Die Zahl der neu erstellten Einfamilienhäuser sank um 16 auf 205.

Weniger Bauten im Oberbaselbiet
Deutlich zurückgegangen ist die Neubautätigkeit im Oberbaselbiet. Im Bezirk Sissach wurden im vergangenen Jahr 115 neue Wohnungen erstellt. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 26 Prozent. Noch stärker fiel der Rückgang im Bezirk Waldenburg aus: Dort entstanden lediglich 22 neue Wohnungen und damit 35 Prozent weniger als 2024.

Ganz anders präsentiert sich die Situation im Bezirk Arlesheim. Dort wurden 1130 Wohnungen neu erstellt, 8 Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich mehr als im Zehnjahresdurchschnitt von 789 Einheiten. Allein auf Reinach, Münchenstein, Muttenz und Aesch entfielen knapp drei Viertel dieser Neubauten. Auch im Bezirk Laufen stieg die Wohnungsproduktion deutlich auf 139 Einheiten.

Auffällig ist zudem eine Verschiebung hin zu kleineren Wohnungen. 2025 wurden 142 neue 1-Zimmerwohnungen gebaut – doppelt so viele wie im Vorjahr. Die Zahl der neuen 2-Zimmerwohnungen nahm um rund einen Viertel auf 403 zu. Bei Wohnungen mit drei bis fünf Zimmern war hingegen ein Rückgang zu verzeichnen. Trotz dieser Entwicklung stellen 3- und 4-Zimmerwohnungen mit zusammen rund 52 Prozent weiterhin den grössten Anteil der neu erstellten Wohnungen.


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