«Bald sind wieder Wahlen»
16.06.2026 BaselbietSchoch hat Lust, weiterzumachen
Philipp Schoch, Sie haben mit einem Rückstand verloren, der schon fast als Zufallsentscheid gesehen werden kann. Philipp Schoch: Ich habe super gut abgeschnitten. Es ist klar, dass dieses hervorragende Resultat verpflichtet.
...Schoch hat Lust, weiterzumachen
Philipp Schoch, Sie haben mit einem Rückstand verloren, der schon fast als Zufallsentscheid gesehen werden kann. Philipp Schoch: Ich habe super gut abgeschnitten. Es ist klar, dass dieses hervorragende Resultat verpflichtet.
… wozu verpflichtet es? Sie haben heute schon mehrfach betont, dass bald wieder Wahlen – die Gesamterneuerungswahlen im April – stattfinden.
Das ist richtig. Ich kann mit dem Resultat vom Sonntag nicht einfach sagen: «Also gut, ich gehe jetzt in meinen Alltagsjob zurück und die Politik hänge ich an den Nagel.» Das ist sicher nicht der Fall.
Sie könnten gleich mit dem nächsten Wahlkampf anfangen …
(Schmunzelt) Ja, genau …
Also sind wir bereits mittendrin?
Nein, nein, natürlich nicht. Das wäre völlig überstürzt und nicht seriös. Wir müssen als Partei jetzt das Resultat und den Verlauf genau und im Detail analysieren: Wie ist das zustande gekommen? Warum ist es zustande gekommen? Erst danach können wir unsere Chancen für den April nochmals ausrechnen und darauf basierend eine saubere Entscheidung fällen.
Auf jeden Fall kann man Ihrem Hinweis auf baldige Wahlen aber entnehmen, dass Sie als Kandi- dat zur Verfügung stehen und weitermachen möchten?
Wie gesagt: So ein gutes Resultat kann man nicht einfach wegwischen, Es ist nicht nur eine Genugtuung, es ist eine Verpflichtung: Wenn das Wahlvolk gewissermassen sagt, du wärst eigentlich gut, du wärst eigentlich der Richtige, es hat jetzt einfach knapp nicht gereicht. Aus dieser Verpflichtung muss man etwas machen, denke ich.
Allerdings war der Wahlkampf, wenn man zurückblickt, etwas lau, etwas sehr freundlich und auch in Sachfragen wenig abgrenzend.
Würden Sie es heute anders machen?
Nein, ich würde es nicht anders machen. Das ist mein Naturell. Ich bin ein freundlicher Mensch, ein positiver Mensch. Und ich finde, dass es sich gehört, dass man gegenüber politischen Gegnern Respekt zeigt und nicht unter allen Umständen auf die Person spielt. Und dies würde ich auch in einem nächsten Wahlkampf so machen.
Haben Sie eine Erklärung, warum Sie in Ihrem Wohnort Pratteln, wo Sie Gemeinderat sind, mit 58 Prozent nicht unbedingt haushoch gewonnen haben?
(Bestimmt) Ich habe in Pratteln sehr eindeutig gewonnen. Ich habe ja auch in anderen Gemeinden mehr Stimmen gemacht. Allerdings ist die SVP relativ stark in Pratteln.
Interview Peter Sennhauser
