Grossauftrag ermöglicht Investition
je. Der Bubendörfer Pharmazulieferer Bachem investiert mehr als 500 Millionen Franken in den Bau eines Standorts im Sisslerfeld in Eiken, wie er am Dienstag mitteilte. Möglich wird die Investition durch eine Vereinbarung ...
Grossauftrag ermöglicht Investition
je. Der Bubendörfer Pharmazulieferer Bachem investiert mehr als 500 Millionen Franken in den Bau eines Standorts im Sisslerfeld in Eiken, wie er am Dienstag mitteilte. Möglich wird die Investition durch eine Vereinbarung über die Lieferung grosser Mengen von Peptiden mit einem anderen Unternehmen. Um wen es sich beim Abnehmer handelt, lässt die Bachem offen. Klar ist: Die «strategische Zusammenarbeit» umfasst Vorauszahlungen an die Investitionskosten sowie langfristige Lieferverpflichtungen. Die Produktion am neuen Standort im Kanton Aargau soll ab 2030 aufgenommen werden.
Nach Angaben der Bachem trägt die Vereinbarung der anhaltend hohen Nachfrage nach Peptiden als pharmazeutischen Wirkstoffen Rechnung. Langfristige Lieferverträge seien wichtig, um die Versorgungssicherheit der Kunden und ihrer Patientinnen und Patienten zu gewährleisten und gleichzeitig den gezielten Ausbau der Produktionskapazitäten zu ermöglichen, erklärt CEO Anne-Kathrin Stoller in der Mitteilung. Zudem stärke die Vereinbarung die Planungssicherheit des Bubendörfer Unternehmens über das Jahr 2030 hinaus und erleichtere die Koordination von Investitionen im gesamten Produktionsnetzwerk.
Bachem baut seine Produktionskapazitäten weltweit aus. Dazu gehören die Standorte Bubendorf, Sisslerfeld und Vionnaz (VS) in der Schweiz sowie Vista und Torrance in den USA und St. Helens in Grossbritannien. Mit dem Ausbau will das Unternehmen seine Position als Hersteller für Peptide und Oligonukleotide stärken. Diese Wirkstoffe werden unter anderem für Medikamente gebraucht, die gegen Krebs oder Diabetes helfen. Ebenso sind sie Bestandteil der sogenannten Abnehmespritzen.
Das Projekt im Sisslerfeld geht auf eine Standortentscheidung aus dem Jahr 2022 zurück. Mangels attraktiver Flächen hatte das Baselbiet damals das Nachsehen gegenüber dem Fricktal. Wie viele Menschen Bachem dereinst in Eiken beschäftigen wird, ist unklar. Ein Sprecher sagte gegenüber der «Aargauer Zeitung», die Anzahl der Arbeitsplätze im Endausbau lasse sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht beziffern. Weltweit sind es aktuell mehr als 2500.