Auf Jakob Probsts Spuren
14.04.2026 BaselbietDie «Baselbieter Heimatblätter» widmen dem Künstler ein ganzes Heft
Vor 60 Jahren starb Jakob Probst (1880–1966). Die Gesellschaft für Regionale Kulturgeschichte BL erinnert mit einem Heft der «Baselbieter Heimatblätter» und drei ...
Die «Baselbieter Heimatblätter» widmen dem Künstler ein ganzes Heft
Vor 60 Jahren starb Jakob Probst (1880–1966). Die Gesellschaft für Regionale Kulturgeschichte BL erinnert mit einem Heft der «Baselbieter Heimatblätter» und drei Rundgängen an den Bildhauer aus Reigoldswil.
vs. Gleich die ganze Nummer 1/2026 der von der Gesellschaft für Regionale Kulturgeschichte BL herausgegebenen «Baselbieter Heimatblätter» ist dem Schaffen Jakob Probsts gewidmet. In einem einleitenden Text macht Dominik Wunderlin die Leserinnen und Leser mit den Stationen von Probsts Lebensweg als Künstler bekannt. In einem nächsten Beitrag sieht sich Rémy Suter in Probsts Heimatgemeinde Reigoldswil um. Dabei zeigt er uns neben verschiedenen Arbeiten in Bronze und Stein auch das von Jakob Probst in Eigenregie erbaute Doppelchalet.
Daran schliesst sich ein Bericht über Probsts Werke im Ebenrain-Park und auf dem Friedhof in Sissach von Martin Stohler an. Abgerundet wird das Heft durch einen längeren Beitrag von Dominik Wunderlin über Jakob Probsts vielfältiges Schaffen in Liestal.
Führungen an drei Orten
Am Samstag, dem 28. März 2026, jährte sich der Todestag von Jakob Probst zum 60. Mal. Die Gesellschaft für Regionale Kulturgeschichte (GRK-BL) nahm dies zum Anlass, um unter der kundigen Führung von Dominik Wunderlin in Liestal einen Rundgang zu Werken Probsts zu machen. Der Anlass, an dem GRK-Mitglieder und Gäste teilnahmen, stiess auf reges Interesse.
Jakob Probst wollte ursprünglich Architekt werden, fand dann aber in Paris seine wahre Berufung als Bildhauer. Mit Liestal verbinden Probst sein 1923 eingeweihtes Wehrmannsdenkmal beim Regierungsgebäude sowie sein aus dem Burgunderfeldzug heimkehrender Heini Strübin auf dem Brunnen beim MuseumBL. Probsts Wehrmannsdenkmal stiess, wie Dominik Wunderlin ausführte, seinerzeit beim Publikum auf Unverständnis und Ablehnung. Offenbar hatte man etwas Kriegerisches erwartet, nicht einen knienden Jüngling. Den Krieger erhielten die Liestaler schliesslich 1958 mit der Probst-Plastik von Heini Strübin. Mit seinem geschulterten Langschwert und der erbeuteten Burgunderschale weiss er Eindruck zu machen.
Während der 90-minütigen Führung bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch weitere Seiten von Probsts Schaffen zu sehen, beim Kantonsspital etwa die erst nach Jakob Probsts Tod nach Liestal gelangte «Genesende».
Seine letzte Ruhestätte fand der im Tessin verstorbene Künstler in Liestal. Auf seinen Wunsch wurde seine Asche in der Mauer neben dem Brunnen des Wehrmannsdenkmals beigesetzt.
Am Freitag, 19. Juni, wird ein weiterer GRK-Rundgang zu Werken von Jakob Probst in Sissach mit Martin Stohler stattfinden (Beginn um 17.30 Uhr auf dem Friedhof). Zu einem weiteren Anlass lädt die GRK-BL im August nach Reigoldswil ein. Am Freitag, 14. August, 19 Uhr, führt Rémy Suter durch das Schaffen Jakob Probsts in seiner Heimatgemeinde. Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit der «Gesellschaft zum Feld» und dem Verkehrs- und Verschönerungsverein Reigoldswil durchgeführt.
Die «Baselbieter Heimatblätter» sind bei der Schaub Medien AG in Sissach erhältlich (Tel. 061 976 10 10).

