Deutlich mehr Nester erwartet – das Risiko steigt
tho. Die Asiatische Hornisse dürfte sich im laufenden Jahr im Kanton Baselland weiter ausbreiten. Laut einer Mitteilung der kantonalen Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) werden die Königinnen mit den ...
Deutlich mehr Nester erwartet – das Risiko steigt
tho. Die Asiatische Hornisse dürfte sich im laufenden Jahr im Kanton Baselland weiter ausbreiten. Laut einer Mitteilung der kantonalen Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) werden die Königinnen mit den steigenden Temperaturen aktiv und beginnen mit dem Bau von Vornestern. Deren frühzeitige Entfernung sei entscheidend, um die Vermehrung einzudämmen, so die Behörden.
Im vergangenen Jahr wurden in den beiden Basel 337 Nester gemeldet, davon 266 im Baselbiet. Besonders ins Gewicht fällt die Entwicklung im Vergleich zum Jahr 2024: Die Zahl der gemeldeten Individuen und Nester habe sich etwa verachtfacht. Trotz gezielter Massnahmen schreite die Ausbreitung der invasiven Art damit rasch voran.
Die gemeldeten Nester würden durch Fachleute beurteilt und – je nach Priorität – «entfernt oder neutralisiert». Aufgrund der hohen Anzahl konnte jedoch bereits im Vorjahr nicht flächendeckend und überall gleich rasch bekämpft werden. Besonders dringlich seien Nester in der Nähe von Schulen oder Spielplätzen, da die Tiere ihr Nest aggressiv verteidigen könnten. Meldungen aus der Bevölkerung bleiben laut BUD zentral und können über die Plattform www.asiatischehornisse.ch eingereicht werden.
Mehr Bereiche betroffen
Neben der Imkerei und der Biodiversität dürften laut der Mitteilung zunehmend auch der Obst- und Weinbau betroffen sein. Die Behörden sehen deshalb weiteren Handlungsbedarf. Ziel der Massnahmen sei es, die Risiken für Bevölkerung und Umwelt möglichst gering zu halten. Die Zusammenarbeit mit dem Bienenzüchterverband beider Basel sowie die Information der Imkerschaft seien zentral, heisst es weiter.
Im Frühjahr befinden sich Vornester häufig in Bodennähe, etwa in Hecken, Sträuchern oder an Gebäuden. Bei Gartenarbeiten – etwa beim Schneiden von Hecken – sei daher besondere Vorsicht geboten. Störungen oder Erschütterungen könnten heftige Abwehrreaktionen auslösen und zu Stichen führen.
Von dem Einsatz von Fallen raten die Behörden ab. Studien hätten gezeigt, dass diese oft nicht selektiv seien und auch andere Insekten töten könnten. Zudem hätten Fallen keinen wesentlichen Einfluss auf die Population. Zur Unterstützung der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse werden Freiwillige gesucht; melden können sich Interessierte unter neobiota@bl.ch.