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28.08.2025 GelterkindenDas neue Mehrfamilienhaus bietet Komfort für unterschiedliche Lebensmodelle – mit viel Licht, ruhiger Ausrichtung und
Näher am Bahnhof geht es nicht: In Gelterkinden ist ein moderner Wohnbau entstanden, der einem das Leben einfacher macht. Wer hier wohnt, profitiert von ...
Das neue Mehrfamilienhaus bietet Komfort für unterschiedliche Lebensmodelle – mit viel Licht, ruhiger Ausrichtung und
Näher am Bahnhof geht es nicht: In Gelterkinden ist ein moderner Wohnbau entstanden, der einem das Leben einfacher macht. Wer hier wohnt, profitiert von kurzen Wegen, praktischen Grundrissen und einem Zugang ohne Schwellen – sei es für Familien, Pendler oder Menschen im Ruhestand.
Die Schweiz ist ein Land der kurzen Wege – und doch sind wenige Minuten oft entscheidend für die Lebensqualität. Wer nahe an einem Bahnhof wohnt, schätzt das enorm. Noch mehr, wenn das Zuhause nicht nur praktisch gelegen, sondern auch durchdacht, ruhig und stilvoll ist. In Gelterkinden zeigt ein neues Mehrfamilienhaus eindrücklich, wie moderner Wohnbau aussehen kann, wenn Funktionalität, Gestaltung und Standort eine Einheit bilden.
Dieses moderne Mehrfamilienhaus ist direkt neben dem Bahnhof entstanden, angebaut an ein bestehendes Wohn- und Geschäftshaus und das Cafe Bistro Trafico. Es verbindet Zentrumsnähe und Wohnkomfort ideal. Das Wohnhaus ist durch eine durchdachte Planung erstaunlich ruhig – dank hochwertiger Schallschutzfenster, intelligenter Grundrissplanung und der idealen Ausrichtung nach Süden. Die Erschliessung erfolgt über zwei Eingänge. Der Haupteingang über die Privatstrasse und der zweite Eingang auf der Seite des Bahnhofs, während alle Wohnräume und Balkone konsequent nach Süden ausgerichtet sind. So bleibt der Lärm draussen – und der Blick offen über das Dorf
Architektonisch unaufgeregt
Der Neubau zeigt sich aussen schlicht, in dezentem Weiss gehalten, und verzichtet bewusst auf unnötige gestalterische Spielereien. Es geht hier nicht um auffällige Architektur, sondern um durchdachte, praktische Lösungen für den Alltag. Genau das schätzen viele Menschen heute: klare Linien, verlässliche Funktion, zeitlose Form. Das zeigt sich auch im Inneren – mit hellen, offenen Räumen, pflegeleichten Vinylböden in warmer Holzoptik und Küchen mit moderner Grundausstattung, die sich in das Gesamtbild einfügen, ohne sich aufzudrängen. Die Badezimmer sind praktisch mit Dusche, WC und Lavabo ausgestattet. Zum Waschen stehen jeweils drei Parteien zusammen eine Maschine und ein Tumbler im Waschraum zur Verfügung.
Architektin Simona Tirri, Inhaberin der Tirri Architekten GmbH, übernahm das Projekt im Jahr 2021. Die ersten Ideen und Planungen gehen bis ins Jahr 2014 zurück. Tirri hat die Ideen und Wünsche der Bauherrschaft zusammengefasst und aufs Papier gebracht. Für sie sowie für die Bauherrschaft, die SolVento GmbH, stand besonders der freie und schwellenlose Zugang im Zentrum, sodass das Wohn-und Geschäftshaus für alle zugänglich ist. «Ein Haus ist dann gut, wenn es niemanden ausschliesst», sagt sie. Der Lift erschliesst alle Geschosse, das bestehende Wohnhaus und den Anbau. Wichtig war der Bauherrschaft, dass das Wohnhaus auch gewerblich genutzt werden kann. Tirri plante ein Gebäude, das in erster Linie als Wohnhaus, aber auch sehr gut als Gewerberäumlichkeiten genutzt werden kann, sollte das von den künftigen Mieter gewünscht werden.
Wohnraum für alle Lebensmodelle
Das Haus bietet zehn Wohnungen – sieben im Neubau, drei im Bestandsgebäude. Noch sind nicht alle vermietet: Besonders für Singles, Pensionäre, Paare oder Kleinfamilien sind die kompakten 2½- und 3½-Zimmer-Wohnungen (44 bis 72 m²) ideal. Die zwei grösseren 4½-Zimmer-Wohnungen sind bereits bezogen. Der Bezug der übrigen Wohnungen ist ab Oktober 2025 möglich.
Ein besonderes Highlight ist die grosszügige Attikawohnung mit 6½ Zimmern und 170 m² Wohnfläche. Sie bietet nicht nur einen Panoramablick über eine Terrasse entlang der ganzen Südseite sondern auch vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Die Bauherrschaft sowie Architektin Simona Tirri können sich hier gut eine gewerbliche Nutzung vorstellen – der Standort wäre ideal: direkt beim Bahnhof, mit Aussenparkplätzen und Liftzugang für Besucher und Kunden. Genauso gut eignet sich die Wohnung aber als exklusives Zuhause mit viel Licht, Luft und Platz.
Ein Haus, das mit der Zeit geht
Die Ausstattung des Hauses berücksichtigt heutige Standards in Sachen Energie und Komfort: Auf dem Dach sorgen 108 Solarpanels und Wärmepumpen für eine nachhaltige Energieversorgung. Bei den Nebenräumen wurde an den Alltag gedacht: Es gibt einen Velokeller, einen Abstellplatz für Kinderwagen unter der Treppe und neun grosszügige Garagenboxen, sieben davon direkt mit einem Kellerabteil verbunden. Die Einfahrt ist komfortabel, das Tor breit, die Parkplätze grosszügig. Somit kommen auch grössere Fahrzeuge oder Familien mit viel Gepäck problemlos zurecht.
Ein weiterer Vorteil: Für Besucher und Patienten einer möglichen gewerblichen Nutzung stehen Aussenparkplätze zur Verfügung – ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt bei zentral gelegenen Wohnhäusern.
Der Anbau ist fast fertig, die letzten Arbeiten am Haus und an der grünen Umgebung sind im Gange. Die Begegnungsfläche steht der Mieterschaft zur Verfügung. Sie soll nicht nur als Spielplatz oder Treffpunkt dienen, sondern auch ein Stück Gemeinschaft fördern – ein Ort, der die Anonymität der modernen Mietwohnung durchbrechen kann. Für Kinder, Nachbarn, Besucher oder einfach für eine kleine Pause an der Sonne.
Ein Bau mit Geschichte
Der Ort, an dem heute das neue Haus steht, hat eine Vergangenheit: 1911 plante und realisierte die Familie Gisin aus Hölstein hier eine kleine Fabrik mit Wohnhaus. In den Jahren von 1912 bis 1919 war dies laut den Unterlagen im Staatsarchiv in Liestal eine «Bändelifabrik mit Wohnhaus».
Der 1. Weltkrieg und die spanische Grippe, die sich zum Ende des Krieges 1918 ausbreitete, ging am Unternehmen nicht spurlos vorbei. So musste die Familie Gisin ihre Fabrik kurz darauf schliessen.
Nach dem Wegzug der Gisins war das Haus über mehrere Generationen von einer Gelterkinder Familie bewohnt. 2011 wurde die Parzelle Nr. 1966 mit dem Wohn-und Geschäftshaus, die eine private Zugangsstrasse hat, von der Firma Sol-Vento GmbH mit Geschäftsinhaber Hans-Peter Derungs-Gisin erworben.
2009 wurde eine Stützmauer errichtet, um den Busbahnhofplatz zu erweitern. Und genau diese Mauer wurde nun ins neue Gebäude integriert. So entsteht aktuell etwas Neues, ohne das Alte zu verdrängen – ein Beispiel dafür, wie Bauen auch respektvoll mit dem Ort umgehen kann.
Der Fokus wurde auf das Verbinden von Alt und Neu gesetzt. Das Treppenhaus ist das Bindeglied der beiden Häuser. Es wurde – als gestalterisches Zitat – in leuchtendem Rot gestaltet. «Das Treppenhaus ist das Herzstück des Gebäudes», sagt Frau Tirri. Ein funktionales Element, das zum Symbol für Verbindung und Übergang wird.
Die bauliche Umsetzung des Neubaus war anspruchsvoll: Der lehmige Untergrund erforderte eine Pfahlfundation mit 56 Betonpfählen, 50 cm im Durchmesser. Diese wurden tief in den tragfähigen Boden gerammt. Eine technisch aufwendige, aber notwendige Massnahme. Um Schäden an umliegenden Gebäuden zu vermeiden, wurden Vibrationsüberwachungen installiert. Sicherheit und Sorgfalt hatten höchste Priorität – wie bei allen Aspekten dieses Projekts.
Ein Haus, das nicht laut sein muss
Dieses Mehrfamilienhaus in Gelterkinden ist kein Prestigeobjekt im klassischen Sinne – und genau das macht es so besonders. Es ist kein Bau, der protzt oder provoziert, sondern einer, der funktioniert. Für den Alltag, für verschiedene Lebenssituationen, für Menschen, die Wert auf Qualität und Lage legen.
Es ist ein Haus, das zeigt, dass gute Architektur nicht laut sein muss. Sondern still. Durchdacht. Und offen für die Vielfalt der Bewohner, die es einmal mit Leben füllen werden.
Cafe Bistro Trafico
Im Bestandshaus am Bahnhof in Gelterkinden wird seit 2013 das Cafe Bistro Trafico von Eigentümerin Nadine Derungs (Tochter von Hans-Peter und Marianne Derungs-Gisin) geführt. Es ist ein Treffpunkt am Bahnhofsplatz, für einen Kaffee, bevor es auf den Zug oder das Postauto geht, oder einen gemütlichen Besuch mit vielen Angeboten. Jeder findet im Trafico etwas Passendes.
Tirri Architekten GmbH
Die Tirri Architekten GmbH wurde vor fünfeinhalb Jahren von Simona Tirri gegründet. Der Firmensitz ist in Gelterkinden, die Büroräumlichkeiten für Kundengespräche sind in Füllinsdorf. Die Tirri Architekten GmbH plant und realisiert in erster Linie Neu- und Umbauten. In den letzten zwei Jahren erweiterte Simona Tirri ihre Kenntnisse über Gastro-Räumlichkeiten inklusive Bewilligungen. Die Bauleitungen der Projekte übernehmen Simona Tirri und ihre Mitarbeiterin, mit der sie gemeinsam studiert hat, selbst. Die Kundinnen und Kunden des Unternehmens kommen aus der Nordwestschweiz.
SolVento GmbH
Die SolVento GmbH besteht seit 1996. Das Kerngeschäft ist das Verwalten von Eigen- und Kundenimmobilien. Der Firmensitz befindet sich in Möhlin. Geführt wird das Unternehmen von Hans-Peter und Marianne Derungs-Gisin, Tochter Nadine Derungs leitet das Cafe Bistro Trafico am Bahnhof Gelterkinden.