vs. Um 1905 in einem kleinen Bauerndorf im Waadtland: «Aline» erzählt eine einfache Liebesgeschichte voller Tragik. Aline, die Tochter einer armen Witwe, verliebt sich in Julien, den Sohn des Bürgermeisters. Während sie von einer gemeinsamen Zukunft ...
vs. Um 1905 in einem kleinen Bauerndorf im Waadtland: «Aline» erzählt eine einfache Liebesgeschichte voller Tragik. Aline, die Tochter einer armen Witwe, verliebt sich in Julien, den Sohn des Bürgermeisters. Während sie von einer gemeinsamen Zukunft träumt, geht es ihm nur um Vergnügen. Als Aline schwanger wird, verlässt er sie und spricht schlecht über sie. Auch das Dorf und ihre Mutter wenden sich von ihr ab. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.
Für die szenische Lesung im «Cheesmeyer» wurde eigens eine Fassung von C. F. Ramuz’ Roman entwickelt. Seine poetische Sprache verbindet sich mit einer offenen szenischen Form, Musik und einer atmosphärischen Klangwelt. Im Zentrum steht ein stabiler Tisch als Bild einer scheinbar geordneten häuslichen Welt. Drei Stühle bewegen sich langsam um die eigene Achse. Das Publikum sitzt ringsum und wird selbst Teil dieser Ordnung – beobachtend und gleichzeitig beteiligt. Die leise Bewegung lässt die starren Verhältnisse allmählich ins Wanken geraten.
Zwei Schauspielerinnen und eine Musikerin setzen den Roman mit Erzählpassagen, Dialogen, Erinnerungen, Geräuschen und Musik um. Flöte, Geige und Gesang verbinden sich mit Natur-, Alltags- und Kirchenglockenklängen. Auf der Bühne stehen Margrit Gysin und Dominique Lüdi (Schauspiel) sowie Deborah Regez (Musik). Regie führt Kaspar Geiger. Ein Abend, der Ramuz’ poetische Geschichte mit Musik und einer ungewöhnlichen szenischen Form neu erlebbar macht.
Szenische Lesung «Aline» von C. F. Ramuz,
Samstag, 7. November, 19.30 Uhr,
Sonntag, 8. November, 17.00 Uhr,
«Cheesmeyer» – Kultur & Begegnung,
Sissach, Bühne im Dach, 4. OG. www.cheesmeyer.ch