Abo mit lokalem Saisongemüse gefällig?
08.04.2026 Region
Eine Übersicht der verschiedenen Angebote in der Umgebung
Frisch und regional, so kommen Gemüse-Abos daher. Wenn sie nicht nach Hause geliefert werden, können die mit einem aktuellen Sortiment gefüllten Körbe oder Taschen regelmässig an ausgewiesenen ...
Eine Übersicht der verschiedenen Angebote in der Umgebung
Frisch und regional, so kommen Gemüse-Abos daher. Wenn sie nicht nach Hause geliefert werden, können die mit einem aktuellen Sortiment gefüllten Körbe oder Taschen regelmässig an ausgewiesenen Abholpunkten bezogen werden.
Jane Bures
Das Oberbaselbiet hat eine kleinere Auswahl von Anbietern von Gemüse-Abos als andere Regionen. Und es gibt unterschiedliche Modelle. In einigen wird eine Mitarbeit beim Gemüseanbau vorausgesetzt oder eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft respektive dem Verein. Andere funktionieren automatisch über ein Abonnement, das über das Internet abgeschlossen wird. Die «Volksstimme» hat einige Anbieter in der Region unter die Lupe genommen:
«Gmüeserei» Sissach
Die Sissacher «Gmüeserei» wurde als Genossenschaft gegründet, die unter professioneller Führung gemeinsam Ackerland bewirtschaftet. Zu Beginn waren tatkräftige Mitarbeit sowie die Mitgliedschaft in der Genossenschaft Voraussetzung für einen Bezug von erntefrischem oder Lagergemüse. Die Ernte wird wöchentlich an die Abonnentinnen und Abonnenten verteilt. 2018 hat die Genossenschaft die ersten Abo-Taschen mit frischem Gemüse verteilt.
Wer keinen grünen Daumen hat oder für die Arbeit auf den Feldern nicht die nötige Zeit, kann heute für einen Aufpreis von der Ernte vom Ackerland neben dem Zentrum Ebenrain profitieren: Das Abonnement der «Gmüeserei Sissach» wird über Anteilscheine und einen Beitrag für das Gemüse finanziert. Wer nicht mitarbeitet, schuldet einen etwas höheren Jahrespreis. Das Angebot gibt es in drei Grössen, für das sich die Kosten von 1000 bis 2600 Franken jährlich belaufen. In der kleinsten Tasche für rund 22 Franken findet sich einheimisches Gemüse wie Karotten, Salat, Fenchel, Tomaten oder Kohl, das nach den Richtlinien von Bio Suisse angebaut ist. Im Sommer gibt es Beerenfrüchte dazu, im Herbst Äpfel.
Das Gemüse wird in der Regel wöchentlich verteilt, im Winter teilweise nur jede zweite Woche. Abholen muss man die Vitaminladung selbst. Die Depots in Sissach, Zunzgen, Diegten, Itingen, Lausen, Liestal, Gelterkinden und Bubendorf werden jeweils dienstags befüllt.
Farbige Birsmattehof-Körbe
Wer genau wissen will, was drin steckt, bestellt sein Gemüse beim Birsmattehof in Therwil: Der Korbinhalt wird wöchentlich auf der Website des Bio-Hofs publiziert. Zusätzlich zu den Verteillisten holt man sich da auch Rezept-Inspirationen. Hinter diesem Projekt steht eine Genossenschaft: Die «Agrico» wurde 1980 gegründet und ist eine der Vorreiterinnen der selbstgestalteten landwirtschaftlichen Produktion.
Um den wöchentlichen Gemüsekorb zu bekommen, dessen vier Farben in den Gemeinden um Basel einen hohen Bekanntheitsgrad haben, wird man Mitglied der Genossenschaft oder bucht das Kundenabo. Die vier Korbgrössen variieren mit einer Füllmenge von 2 bis 10 Kilogramm und kosten zwischen 57 bis 161 Franken im Monat. Geliefert wird in rund 150 Depotstellen, auch in Sissach und Liestal.
Heimlieferung in Region Büren
Landwirt Marius Hatt aus Büren leistet mit «PermaGmües» einen Beitrag zur solidarischen, regenerativen Landwirtschaft. Sein Ziel ist es, mit Respekt zur Erde unbehandelte Nahrung anzubauen. Durch einen schonenden Umgang mit dem Boden und die Förderung von dessen natürlicher Resilienz wird Biodiversität erhalten, heisst es auf der Website von «Perma-Gmües». Durch Verzicht auf grosse Landmaschinen werde behutsame Handarbeit vorgezogen, mit wertvoller Wirkung: Die Ackerstruktur bleibe gesund, Kohlenstoff werde auf natürliche Weise im Boden gespeichert, die Fruchtbarkeit erhöht.
Den Ertrag der 700 Quadratmeter kleinen Anbaufläche kann man von Juni bis Oktober aus einem Gemüse-Abo geniessen. Dies über eine Heimlieferung nach Büren, Nuglar, St. Panthaleon, Lupsingen, Seewen und Ziefen. Depotstellen sind in Büren und Muttenz eingerichtet. Die 2,5 bis 7,5 Kilogramm Inhalt kosten 20 bis 60 Franken pro Woche, zuzüglich tiefer Liefergebühren.
Nuglar und Niederdorf
Unweit vom «PermaGmües Büre» gibt es noch die «Nuglar Gärten». In Demeter-Qualität präsentiert sich hier das Frischeabo in drei Grössen, mit Erntedepots in Nuglar, Sissach und Liestal. Hinzu kommen Lern- und Erlebnisangebote für Klein und Gross. Der Bezug ist an eine Jahresmitgliedschaft geknüpft.
In Niederdorf verkauft der Verein Solimatt lokales Gemüse und Obst, dies entweder an aktive Mitglieder oder an nicht beteiligte Kundinnen und Kunden. Wie bei den meisten Gemüse-Abos kann auch hier ein Probe-Ernteanteil gekostet werden. Es gilt das Selbstabholen an Depotstellen in Liestal, Niederdorf, Waldenburg, Bubendorf und Hölstein.
