Enzootische Pneumonie nachgewiesen
vs. In einem Schweinemastbetrieb im Kanton Baselland ist die Tierseuche Enzootische Pneumonie nachgewiesen worden. Um eine weitere Ausbreitung der ansteckenden Atemwegserkrankung zu verhindern, ordnete das Amt für ...
Enzootische Pneumonie nachgewiesen
vs. In einem Schweinemastbetrieb im Kanton Baselland ist die Tierseuche Enzootische Pneumonie nachgewiesen worden. Um eine weitere Ausbreitung der ansteckenden Atemwegserkrankung zu verhindern, ordnete das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (ALV) die vollständige Sanierung des Betriebs an. Dabei mussten rund 750 Schweine tierschutzkonform getötet werden, wie die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion gestern mitteilte.
Der Ausbruch steht im Zusammenhang mit einem Seuchenfall, der bereits Anfang September in einem überkantonalen Schweinering festgestellt worden war. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss mehrerer Schweinehaltungsbetriebe. Der betroffene Mastbetrieb war deshalb vom Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen vorsorglich gesperrt und überwacht worden.
Inzwischen ist der gesamte Tierbestand geräumt worden. Der Betrieb wird nun gründlich gereinigt und desinfiziert. Anschliessend führt das ALV eine amtliche Kontrolle durch. Erst nach einem mindestens zehntägigen Leerstand und der behördlichen Freigabe dürfen wieder Schweine eingestallt werden.
Die Enzootische Pneumonie wird durch das Bakterium Mycoplasma hyopneumoniae verursacht. Typische Symptome sind Husten, Atembeschwerden und vermindertes Wachstum. Die Krankheit verbreitet sich insbesondere durch engen Kontakt zwischen Schweinen und kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Für Menschen ist sie ungefährlich. Um weitere Ansteckungen zu verhindern, ruft das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen die Schweinehaltenden dazu auf, die vorgeschriebenen Schutzmassnahmen konsequent einzuhalten. Dazu gehören unter anderem der Kleiderwechsel sowie die Desinfektion von Händen und Stiefeln.