Psychiatrie Baselland baut an der Wiedenhubstrasse
vs. Die Psychiatrie Baselland (PBL) hat in Liestal den Grundstein für den Neubau ihres Unternehmensbereichs «inclusioplus» gelegt. An der Wiedenhubstrasse entsteht in den kommenden eineinhalb Jahren ein ...
Psychiatrie Baselland baut an der Wiedenhubstrasse
vs. Die Psychiatrie Baselland (PBL) hat in Liestal den Grundstein für den Neubau ihres Unternehmensbereichs «inclusioplus» gelegt. An der Wiedenhubstrasse entsteht in den kommenden eineinhalb Jahren ein dreistöckiges Wohnheim mit insgesamt sechs Wohngruppen. Die PBL investiert dafür 23 Millionen Franken. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen.
Der Neubau umfasst 52 Zimmer und Studios sowie zusätzliche Räume für die Geschäftsstelle, einen Mehrzweckraum mit Küche und weitere Nebenräume. Das Angebot richtet sich an Menschen mit Beeinträchtigung, insbesondere auch an Personen mit komplexeren Bedürfnissen und herausforderndem Verhalten, wie es an der Grundsteinlegung von vergangener Woche hiess. Neu geschaffen werde unter anderem ein Angebot zur Stabilisierung in agogischen Krisen mit dem Ziel, die Betroffenen wieder in ihr gewohntes Umfeld zu integrieren.
Mit dem Projekt reagiere «inclusioplus» auf die steigende Nachfrage nach differenzierten Wohnformen. «Mit diesem Neubau schaffen wir nicht nur Wohnraum, sondern auch neue Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, zur Selbstbestimmung und zur Förderung individueller Lebensqualität», sagte Thomas Heiniger, Verwaltungsratspräsident der Psychiatrie Baselland. Regierungsrat Markus Eigenmann betonte die langfristige Ausrichtung: «Entscheidend ist, dass wir Strukturen schaffen, die sich mit den Menschen weiterentwickeln.»
Das Bauprojekt «Ahorn», entworfen von der Metron Architektur AG, sei auf die Bedürfnisse der Bewohnenden ausgerichtet. Die Form solle sowohl Sicherheit und Orientierung als auch Offenheit und Begegnung ermöglichen. «Architektur kann entscheidend dazu beitragen, dass Menschen sich wirklich zu Hause fühlen», erklärte Architekt Sebastian Meuschke.
Der Standort verbinde Rückzugsmöglichkeiten mit Nähe zu Arbeit, Freizeit und sozialem Leben. «Menschen mit komplexeren Bedürfnissen benötigen spezifische Angebote. Genau diese schaffen wir hier», sagte Gesamtleiter Peter Frei.
Der Neubau ersetzt bestehende, sanierungsbedürftige Einrichtungen in Liestal und Niederdorf und entsteht in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kind, Jugend und Behindertenhilfe Baselland.
Die bisherigen Arbeiten am Projekt verlaufen nach Plan, wie es hiess. Die Tiefbauarbeiten seien bereits weitgehend abgeschlossen, sodass mit dem Hausbau begonnen werden könne. Das Dietrichsbrunnenbächli, das bisher eingeschlossen war, sei bereits freigelegt worden; es werde hinter dem künftigen Wohnheim durchfliessen. Mit der Grundsteinlegung wurde auch eine Zeitkapsel mit Erinnerungsstücken aus der Planungsphase symbolisch im Fundament verankert.