Als Mitarbeitende der Gelterkinder Gemeindeverwaltung kürzlich die «Volksstimme» lasen, machten sie zuerst grosse Augen und nahmen dann vorsichtshalber den Rechenschieber zur Hand. Im Artikel über die neuen Pächter des Gasthauses «Stab» in ...
Als Mitarbeitende der Gelterkinder Gemeindeverwaltung kürzlich die «Volksstimme» lasen, machten sie zuerst grosse Augen und nahmen dann vorsichtshalber den Rechenschieber zur Hand. Im Artikel über die neuen Pächter des Gasthauses «Stab» in Buus war nämlich von einer Petition für mehr Terrassenplätze beim Restaurant «Kreuz» in Gelterkinden die Rede. Gäste hätten diese lanciert, Hunderte «Kreuz»-Sympathisanten hätten unterschrieben und die Bittschrift bei der Gemeinde eingereicht, zitierte die «Volksstimme» die Pächterfamilie.
Nun ist die Petition der Gemeindeverwaltung durchaus bekannt. Von Hunderten Unterschriften allerdings wusste man dort nichts. Also wurde nachgezählt. Einmal, zweimal, sicherheitshalber ein drittes Mal. Doch die Zahl wollte und wollte nicht wachsen: Bei elf war jeweils Schluss. Und zwei der elf Unterschriften stammten erst noch von den Pächtern selbst.
Immerhin: An mangelnder Aufmerksamkeit seitens der Behörden scheiterte das Anliegen nicht. Wie die stellvertretende Verwaltungsleiterin Theres Fuchs gegenüber der «Volksstimme» erklärt, hat die Gemeinde die Petition beantwortet – trotz der Unterschriftenzahl. Die Antwort lautete sinngemäss: Für die gewünschte Bewilligung sei gar nicht die Gemeinde zuständig, sondern der Kanton.