Bewusste Manipulation?
Dass die Annahme der Ernährungsinitiative potenzielle Auswirkungen auf das Konsumverhalten eines jeden Schweizer Bürgers haben wird und somit die Lebensmittelindustrie auf den Kopf stellt, ist bereits vielen bekannt.
...
Bewusste Manipulation?
Dass die Annahme der Ernährungsinitiative potenzielle Auswirkungen auf das Konsumverhalten eines jeden Schweizer Bürgers haben wird und somit die Lebensmittelindustrie auf den Kopf stellt, ist bereits vielen bekannt.
Durch die Kombination mehrerer komplett unterschiedlicher Elemente – zum einen die Umstellung auf pflanzliche Lebensmittel, zum anderen die Erhöhung des Selbstversorgungsgrads – erhoffen sich die Initianten, selbst Befürworter von nur einem dieser Punkte für sich zu gewinnen. Sollte sich die Initiative ausschliesslich auf die Umstellung auf pflanzliche Lebensmittel und eine strengere Einschränkung von Landwirten fokussieren, würde sie definitiv abgelehnt. Aus diesem Grund fügten die Initianten die besser klingende Voraussetzung der Erhöhung des Selbstversorgungsgrads hinzu in der Hoffnung, ihre eigentlichen Intentionen zu vertuschen und dabei die Bauern für sich zu gewinnen.
Zum Glück funktionierte dies nicht – viele erkannten, dass die Annahme in einer kompletten Umstellung der Produktion enden würde. Hohe Subventionen durch Steuergelder wären nötig, um den Selbstversorgungsgrad künstlich zu erhöhen – nur damit der Preis der Lebensmittel schlussendlich zunimmt und Normalbürger doppelt zahlen. Aus diesen Gründen am 27. September ein bewusstes Nein zur Ernährungsinitiative.
Lian Schneeberger, Gelterkinden