Kampf um Wassernutzung ist in vollem Gang
Die Trockenheit – vor allem im Baselbiet – ist enorm. Die fehlenden Niederschläge führen auch dazu, dass unsere Wasserreserven schwinden, und das nicht erst jetzt, nein, schon seit mehreren Jahren haben ...
Kampf um Wassernutzung ist in vollem Gang
Die Trockenheit – vor allem im Baselbiet – ist enorm. Die fehlenden Niederschläge führen auch dazu, dass unsere Wasserreserven schwinden, und das nicht erst jetzt, nein, schon seit mehreren Jahren haben wir Niederschlagsdefizite. Längerfristig werden wir nicht darum herumkommen, die Trinkwasserversorgung zu regeln, denn alle Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz haben Anrecht auf Wasser. Da muss das «Gärtli-Denken» einzelner Kantone und Gemeinden aufhören.
Viele Gemeinden haben ihre Bewohner aufgefordert, Wasser zu sparen. Es gibt sogar Kommunen, die bald auf dem Trockenen sitzen. Da kommen Äusserungen aus gewissen Gemeinden, sie hätten kein Problem und genügend Wasser, nicht gut an. Das sind komplett falsche Signale, die viele Leute dazu verleiten, weiterhin sorglos Wasser zu verbrauchen. Experten warnen seit Jahren vor künftig fehlenden Reserven. Durch den Gletscherschwund und fehlende Niederschläge besteht die Gefahr, dass noch weitere Quellen versiegen.
Es ist auch absehbar, dass Grundwasserströme sich verringern oder im schlechtesten Fall sogar «verschwinden». Wir müssen auch berücksichtigen, dass das Wasser nicht uns Schweizern alleine gehört, denn unsere Nachbarländer haben auch ein Anrecht auf eine gerechte Nutzung. Deshalb werden künftig zusätzlich noch internationale Regelungen nötig sein.
Grundsätzlich bin ich nicht für staatliche Eingriffe. Hier ist aber Handlung dringend nötig, damit das Wasser gerecht verteilt werden kann.
Hanspeter Meyer, Liestal