Die Fakten vor Augen halten
Zum Leserbrief «Aufdringliche Lüge, Millionen schwer» in der «Volksstimme» vom 13. August, Seite 16
Wie verblendet muss man sein, wenn die Forderung nach echter Neutralität immer auf die eine Partei ...
Die Fakten vor Augen halten
Zum Leserbrief «Aufdringliche Lüge, Millionen schwer» in der «Volksstimme» vom 13. August, Seite 16
Wie verblendet muss man sein, wenn die Forderung nach echter Neutralität immer auf die eine Partei oder den «finanzschweren Initianten» reduziert wird? Es geht dabei um eine neutrale Haltung der Schweiz, unabhängig von den Parteien, die in den vergangenen Jahrzehnten Frieden, Sicherheit und Wohlstand gewährleistet hat. Neutral ist nicht, wie die Autorin dieses Leserbriefs oder der Bundesrat sich sehen, sondern wie wir von den anderen Staaten, denen wir über all die Jahre Friedensgespräche als eine der wesentlichen Stärken anbieten konnten, gesehen werden.
Es gibt keine flexible Neutralität. Dies ist eine Haltung der Schwäche und Rückgratlosigkeit. Und wenn die Autorin das Gefühl hat, dass die Schweiz mit einer neutralen Haltung – gemäss ihrer Auslegung – Russland indirekt finanziell unterstützen würde, dann muss ich Sie fragen, ob Sie sich dieselben Überlegungen bei den USA schon gemacht haben? Denn die eigentlichen Kriegstreiber der vergangenen Jahre und immer mit einer gut klingenden Story, sprich Lüge vorbereitet, sind und waren die USA mit der Nato. Erinnern wir uns an Afghanistan, Irak, Libyen und vor allem Jugoslawien. Diese unverschämten Lügen muss sie sich vor Augen führen.
Hans Peter Altermatt, Itingen