Da staunt selbst Fluhwirt Alain Goepfert. Am vergangenen Mittwoch um 11 Uhr Ortszeit geht bei ihm eine Tischreservation für drei Personen ein. So weit, so gut. Eher ungewöhnlich ist hingegen die angekündigte Anreise der Gäste. Dem erstaunten Fluhwirt wird ...
Da staunt selbst Fluhwirt Alain Goepfert. Am vergangenen Mittwoch um 11 Uhr Ortszeit geht bei ihm eine Tischreservation für drei Personen ein. So weit, so gut. Eher ungewöhnlich ist hingegen die angekündigte Anreise der Gäste. Dem erstaunten Fluhwirt wird beschieden, dass die Dreiergesellschaft mit dem Helikopter anreisen werde. Goepfert schmunzelt, denkt sich aber nichts Böses und trägt die Reservation ins Buch ein.
Eine Stunde später entgleiten dem Fluhwirt allerdings die Gesichtszüge. Da landet doch wirklich ein mit drei Armeeangehörigen «vollbesetzter» Super Puma auf der Fluhmatte. So, als wäre es das Normalste auf der Welt, begeben sich die drei Höhenflieger an den ihnen zugewiesenen Tisch und bestellen dreimal Eistee, zweimal Pouletbrüstli mit Salat und einmal Wurst-Käse-Salat gross.
Inzwischen ist auch die Baselbieter Polizei auf die ungewöhnlichen Gäste auf der Sissacher Fluh aufmerksam geworden. Schnell wird eine Zweierpatrouille losgeschickt, um abzuklären, ob feindliche Truppen die Fluh eingenommen hätten. Nach einer kurzen Personenkontrolle der drei Fluggäste setzen sich die beiden Polizisten an den Nebentisch und bestellen – richtig – Wurstsalat.
Jetzt kann natürlich spekuliert werden, warum um Himmels willen die Schweizer Armee einen helikopterunterstützten Ausflug auf die Sissacher Fluh unternimmt. Ein Grund könnte die geplante 18,5 Millionen Franken teure Beschaffung estnischer Feldgerichte sein. Notabene Feldgerichte, die dem estnischen Militär laut gut unterrichteter Quellen schon länger verleidet sind. So liegt die Vermutung nahe, dass sich die drei Kampfpiloten noch einmal – kulinarisch gesehen – so richtig verwöhnen lassen wollten, bevor ihnen die mit heissem Wasser aufbereitete Trockennahrung vorgesetzt wird.
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Ein schottisches Hochlandrind hat zwischen Bad Bubendorf und Liestal für einen Verkehrsstau gesorgt. Zunächst stapfte es stur und unbeirrt über die viel befahrene Hauptstrasse. Dann dämmerte ihm offenbar, dass es mit seinem Tempo eher zum Langsamverkehr gehört, und es wechselte artig aufs Trottoir. Doch wohin des Weges? War es unterwegs ans Dorffest Lampenberg, das auf dem Plakat im Hintergrund angekündigt wird? Eher nicht. Vermutlich hatte das Rind einfach genug von den verdorrten Baselbieter Steppen und machte sich auf in die alte Heimat, ins schottische Hochland. Dort ist das Gras schön grün und saftig und bei 16 Grad und zwei Mal täglich Regen weiss man noch, weshalb man ein dickes Fell hat. Gute Reise, du zottiger Auswanderer! Und lass dich von den anrückenden Polizeiautos nicht irritieren.