Von Aufruf überrascht
Zur «Carte blanche» «Millionär oder Millionärin gesucht» vom 26. Juni, Seite 2
Mit Erstaunen habe ich gelesen, dass die Gemeinde Lauwil öffentlich nach einem Millionär oder einer ...
Von Aufruf überrascht
Zur «Carte blanche» «Millionär oder Millionärin gesucht» vom 26. Juni, Seite 2
Mit Erstaunen habe ich gelesen, dass die Gemeinde Lauwil öffentlich nach einem Millionär oder einer Millionärin sucht, um ihre Finanzen aufzubessern. Gesucht wird ein potenter Steuerzahler oder eine potente Steuerzahlerin, weil die Einnahmen nicht ausreichen. Natürlich kämpfen viele Gemeinden mit finanziellen Herausforderungen. Trotzdem wirkt dieser Aufruf auf mich eher wie ein Bettelbrief als wie eine ernsthafte Lösung.
Wenn man schon öffentlich um finanzielle Unterstützung bittet, schliesse ich mich diesem Aufruf gerne an: Auch ich wäre für 800 000 Franken dankbar – und zwar einmalig. Das wäre sogar weniger, als die Gemeinde langfristig von einem zugezogenen Millionär erwartet. Dass eine Gemeinde auf diese Weise öffentlich um finanzielle Unterstützung wirbt, hat mich überrascht. Deshalb hoffe ich, dass vielleicht auch für mich etwas übrig bleibt, falls sich tatsächlich ein grosszügiger Millionär oder eine grosszügige Millionärin meldet. Mit einem Augenzwinkern bleibt für mich die Frage: Ist das wirklich der richtige Weg, die finanziellen Probleme einer Gemeinde zu lösen?
Gabriella Itin, Pratteln