Wenn eine Partei sich selber schlägt
Die Baselbieter Polit-Quizfrage vom 14. Juni lautet: Wie schmeisst man sich selber aus der Regierung? Man nehme die Delegiertenversammlung der Grünen Partei und nominiere nicht die Oberbaselbieterin Andrea Sulzer, sondern ...
Wenn eine Partei sich selber schlägt
Die Baselbieter Polit-Quizfrage vom 14. Juni lautet: Wie schmeisst man sich selber aus der Regierung? Man nehme die Delegiertenversammlung der Grünen Partei und nominiere nicht die Oberbaselbieterin Andrea Sulzer, sondern mit Philipp Schoch den fünften Unterbaselbieter – und schon frohlockt der politische Gegner SVP. Und am Wahltag wird wenig überraschend der SVP-Mann Matthias Liechti aus dem Oberbaselbiet gewählt, zwar knapp, aber eben doch.
Und wem hat Matthias Liechti seine Wahl in den Regierungsrat zu verdanken? Neben der breiten bürgerlichen Wählerschaft auch der Grünen Partei, die mit der Nichtnominierung von Andrea Sulzer nun wirklich eine strategische Dummheit begangen hat, die dem SVP-Kandidaten in die Hände gespielt und sich prompt gerächt hat.
Wenn man den knappen Wahlsieg von Matthias Liechti gegen Philipp Schoch sieht, sind wir überzeugt, dass Andrea Sulzer mit der breiten Unterstützung durch die Wählerschaft aus dem Oberbaselbiet und dem Laufental und vor allem durch die Frauen aus allen politischen Lagern gewählt worden wäre. Was bleibt? Mann und Frau kann sich nur grün und blau ärgern, dass sich die Grüne Partei nach 15 Jahren selber aus der Baselbieter Regierung hinauskatapultiert hat.
Jetzt, wo die SVP nach nur drei Jahren Absenz wieder im Regierungsrat Einsitz nimmt, wird es für die Linken sehr schwer, den verlorenen Sitz zurückzuerobern. Dieses Desaster hat sie sich allerdings selber zuzuschreiben. Da kann man nur gute Besserung wünschen.
Felix Krucker, Anwil